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Sonntag, Juni 13, 2021

Abendendstimmung an der Emscher – Schönes Wochenende!

Foto von Stefanie Vollenberg
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„Soli“-Debatte: Geld muss vor Ort ankommen

In der aktuellen Diskussion um die Weiterführung oder das Auslaufen des „Soli“ meldet sich nun das Aktionsbündnis „Raus aus den Schulden / Für die Würde unserer Städte“ zu Wort. Oberbürgermeister Bernd Tischler und Stadtkämmerer Willi Loeven sind sich mit den Bündnissprechern, Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung, einig: „Für den Fall, dass der milliardenschwere Solidaritätsbeitrag entgegen der ursprünglichen Absicht doch weiterhin erhoben werden sollte, muss er wirklich ‚Solidarität‘ nachweisen. Vorsorglich erneuern wir unsere bereits seit Jahren erhobene Forderung, dass das Geld in vollem Umfang sowohl strukturschwachen Kommunen in den neuen als auch in den alten Bundesländern zufließt!“

Vor einer Aufteilung der „Soli“-Mittel zur Sanierung der Bund- und Länderhaushalte warnt das Aktionsbündnis bereits jetzt eindringlich. Es verlangt für den Fall der Weiterführung, dass der Solidaritätsbeitrag künftig vollständig unter allen bedürftigen und vom Wachstum abgekoppelten Kommunen aufgeteilt wird, und nicht wie bisher nach Himmelsrichtungen. Bei den Städten und Kreisen des Ruhrgebietes und des Bergischen Landes würde das Geld, für jeden Bürger deutlich, sehr konkret wirken. „Zum einen würden uns die Mittel bei der Defizitreduzierung und beim Abbau von Altschulden helfen“, betonen Tischler und Loeven. „Zum anderen wären sie wichtig als Strukturhilfe zur Sanierung maroder Brücken, Straßen und Gebäude, die wegen fehlender Mittel bisher noch nicht instandgesetzt werden konnten.“

Mitglieder des parteiübergreifenden Aktionsbündnisses, das seit fünf Jahren mit einer bundesweit beachteten und nach wie vor engagiert fortgesetzten Kampagne auf die speziellen Probleme der strukturschwachen Kommunen aufmerksam macht, sind mehr als 20 Kommunen des Ruhrgebietes und des Bergischen Landes. Sie erzwangen mit massivem politischem Druck unter anderem eine Sondersitzung des Landtages und legten damit die Grundlagen für den „Kommunalen Stärkungspakt“. Flankierend zu ihren Forderungen nach mehr Bundes- und Landeshilfe zur Selbsthilfe realisierten alle zum Aktionsbündnis zählenden Städte sowie die es unterstützenden Kreise bereits einschneidende eigene Spar- und Konsolidierungsmaßnahmen.

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