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Sonntag, April 18, 2021

Noch 350 Impfdosen von AstraZeneca für über 60-Jährige vorrätig

Bewerbungen am 22. April unter Mail-Sonderadresse - Impfungen am 25. April Aus der Sonderaktion „AstraZeneca-Impfstoff für über 60-Jährige“ sind...
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Noch 350 Impfdosen von AstraZeneca für über 60-Jährige vorrätig

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„500 Richtlinien für Bottroperinnen und Bottroper“

Das „junge museum“ zeigt vom 4. September bis zum 2. Oktober eine Mitmach-Ausstellung, wie sie lange nicht mehr zu sehen war: Unter dem Motto „500 Richtlinien für Bottroperinnen und Bottroper“ präsentiert der Bottroper Künstler Rene Haustein spezielle Werke. Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 4. September, ab 18 Uhr statt.

In seiner Ausstellung zeigt René Haustein auf 500 Din-A4-Blättern seine speziell für das „junge museum“ entstandenen „persönlichen Richtlinien“. Persönlich heißt in diesem Fall „für eine Person“. Von den einfachsten sofort durchführbaren Handlungsanweisungen („Linke Faust in Hüfte, Rechte Hand auf Stirn und lachen“) bis hin zur Lebenszeit ausfüllenden Kopfstand-Partitur ist fast alles allein mit dem eigenen Körper möglich.
Als Besucher ist man aufgefordert, ganz für sich selbst, im Ausstellungsraum, auf der Straße oder zu Hause, öffentlich oder heimlich, die Richtlinien zu befolgen.

René Haustein, geboren in Bottrop und Student der freien Kunst an der Kunstakademie Münster, bricht bestehende Wahrnehmungsstrukturen mit einfachsten Mitteln – und viel Humor: 2009 heiratete René Haustein die Kunst. Ein Jahr später versteigerte er das Wort Kunst aus seinem Wortschatz, benutzt es nun weder in Sprache noch in Schrift. 2012 verschob er in Braunschweig Europas Mittelpunkt um 11,5 cm. Im selben Jahr ließ er in Münsters Bahnhofsviertel einen Muezzin fünf Mal täglich auf arabisch und über Lautsprecher die aktuelle Uhrzeit und Temperatur vorsingen. Zu seiner skulpturalen Praxis gehören Erdnußbutter-Architekturen sowie Objektkombinationen, die Hausteins Beschäftigung mit den Verhältnismäßigkeiten von Mensch und Material erkennen lassen.

René Hausteins Arbeiten speisen sich aus dem Alltäglichen. Er verschiebt oder isoliert Routiniertes oder präsentiert selbstreferenzielle Situationen, die gleichzeitig vertraut und durch genaues Betrachten fremd und eigenartig erscheinen. Grundlegende Fragen an den Menschen und seine Kultur werden gestellt: Was bestimmt unser Handeln? Wo sind die Grenzen zwischen dem Einfachen und dem Komplexen, zwischen Arbeit und freiem Agieren und der Kunst selbst?

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