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Bottrop
Donnerstag, April 22, 2021

Radarstandorte im Stadtgebiet vom 26. April bis zum 2. Mai

An folgenden Standorten werden nach Mitteilung der Stadtverwaltung vom 26. April bis zum 2. Mai Geschwindigkeitskontrollen durch das städtische Straßenverkehrsamt durchgeführt:
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Radarstandorte im Stadtgebiet vom 26. April bis zum 2. Mai

An folgenden Standorten werden nach Mitteilung der Stadtverwaltung vom 26. April bis zum 2. Mai Geschwindigkeitskontrollen durch das städtische Straßenverkehrsamt durchgeführt:

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„Gott war doch kein Schlachtenlenker!“

Im Rahmen der Ausstellung des Stadtarchivs „Kriegsalltag in Bottrop und in Tourcoing 1914 – 1918“, die derzeit im Kulturzentrum August Everding zu sehen ist, findet am Montag, dem 22. September, ab 18 Uhr ein Vortrag im Kommunalen Kino statt. Unter dem Titel „Gott war doch kein Schlachtenlenker!“ wird Josef Bucksteeg die Rolle der christlichen Kirchen im Ersten Weltkrieg beleuchten.

„Gott ist mit uns! Er führt uns zum Sieg!“ Davon überzeugt, meldeten sich bei Kriegsbeginn im August 1914 Bottroper Männer in hellen Scharen freiwillig zum Dienst an der Front. Hatte doch auch der Kaiser „Gott mit uns!“ proklamiert und einen schnellen Sieg versprochen. Schon den Schulkindern wurde in Manöverspielen vermittelt, dass sie bereit sein müssten, im Notfalle dem Kaiser auch das Letzte zu opfern, also auch das eigene Leben! Und wurde nicht schon bald der Krieg als eine heilige Sache betrachtet, weil angeblich böse Mächte das Vaterland bedrohten?

Von vornherein waren die christlichen Kirchen mit im Boot der nationalen Kriegsführung und -Propaganda. Gott wurde angerufen, die deutschen Waffen zu segnen. Die wenigen warnenden Stimmen, so die eindringlichen Friedensaufrufe des Papstes, wurde nicht gehört. Das millionenfache Sterben an den Fronten, auf den „Feldern der Ehre“, wurde religiös zu einem Märtyrertod verklärt.

Berichte in der Bottroper Ortspresse über die Erfolge des türkischen Bündnispartners, des Osmanischen Reiches, im Kampf gegen Russland trugen die Überschrift „Heiliger Krieg!“. Heute, 100 Jahre später, beschäftigt uns die Frage, in welchem Maße sich die beiden christlichen Kirchen an der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ mitschuldig gemacht haben. Der Referent, Josef Bucksteeg, wird Einblicke in das Denken und Wirken der Kirchen vor 100 Jahren geben.

Josef Bucksteeg ist Mitglied der Bottroper Geschichtswerkstatt und war langjähriger Leiter des Katholischen Bildungswerks und nebenamtlicher Religionslehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium. Er ist Verfasser mehrerer historischer Publikationen, die sich mit dem Problem religiös begründeter Gewalt beschäftigen, so am Beispiel des Lebens und Sterbens des Bottroper Priesters und Wiedertäufers Jan Klopries im 16. Jahrhundert.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Größere Gruppen, beispielsweise Schulklassen, sollten sich zuvor im Stadtarchiv (Tel.: 70-3754, e-Mail: stadtarchiv@bottrop.de) anmelden

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