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Montag, November 30, 2020

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Offener Brief des alpincenter-Betriebsrates zum Thema Windrad

Der nachfolgende Offene Brief mit der Bitte um Veröffentlichung des alpincenter-Betriebsrates erreichte soeben unsere Redaktion.

Wir veröffentlichen diesen zum Thema „Windrad“ uneingeschränkt und ohne Kürzung / Veränderung.

Der Offene Brief spiegelt nicht die Redaktions-Meinung wider sondern ausschließlich die des Betriebsrates.

 

 

Existenzen sind wichtiger als das Tetraeder!!

Hallo liebe Bottroper,

der Betriebsrat des alpincenter Bottrop möchte einmal mahnend an die Konsequenzen einer negativen Abstimmung über den Bau des Windrades am alpincenter erinnern.

Das alpincenter ist eines der größten Unternehmen in Bottrop und bietet ca. 300 Arbeitnehmern einen außergewöhnlichen Job in der längsten Skihalle der Welt. Kaum ein anderes Unternehmen in Bottrop hat so eine Strahlkraft wie das alpincenter. Der Outdoorbereich mit der Sommerrodelbahn, dem Klettergarten und dem höchsten Biergarten im Ruhrgebiet sucht seines gleichen.

Wenn das Windrad nicht gebaut werden kann, wird es schwierig die ständig steigenden Stromkosten aufzufangen.

Das alpincenter möchte keine öffentlichen Mittel in Form der EEG Vergütung in Anspruch nehmen, sondern eigenen umweltfreundlichen Strom produzieren und damit die Weiterführung des Unternehmens und die verbundenen 300 Arbeitsplätze sichern.

Im Gegensatz zu manchen politischen Parteien wie zum Beispiel der DKP, die von schier unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten ausgehen, ist das alpincenter seiner Eigenverantwortung bewusst.

Denken Sie doch an die Mitarbeiter und deren Familien. Bei einer Schließung des alpincenters würden auf einen Schlag 300 Arbeitsplätze wegfallen. Hinzu kommen die unzähligen Lieferanten und Zulieferer denen ein großer Auftraggeber verloren gehen würde. Wir können uns nicht vorstellen, dass dieses Szenario der Stadt Bottrop gefällt.

Bottrop hat wenige faszinierende, in Erinnerung bleibende Orte, aber der Erlebnisberg mit dem alpincenter gehört auf jeden Fall dazu.

Eine positive Entscheidung für das Windrad würde nicht zwangsläufig gegen den Tetraeder ausgelegt werden. Es sollte vielmehr im Interesse der Parteien liegen die Stadt Bottrop weiter nach vorne zu bringen. Welche Stadt im Ruhrgebiet kann schon mit der längsten umweltfreundlichen Skihalle der Welt und dem Tetraeder werben? So wäre Bottrop auf einem guten Weg und könnte endlich wieder für positive Schlagzeilen sorgen.

Innovation City sollte nicht nur ein Werbeslogan sein, sondern auch endlich in die Tat umgesetzt werden.

Das wichtigste Wahrzeichen muss der soziale Gedanke sein. 300 Mitarbeiter und deren Familien sind abhängig von der Weiterführung des alpincenters.

Kann es sich die Stadt Bottrop wirklich erlauben ein weiteres Wahrzeichen wie das alpincenter zu verlieren?

Die Aussage, dass das Windrad die schöne Sicht auf den Tetraeder einschränken würde ist nicht wirklich ein Grund gegen den Bau des Windrads. Wenn das alpincenter zukünftig irgendwann brach liegt, ist der Blick auf den Tetraeder ebenfalls getrübt.

Es wird Zeit, dass die Politik den Mut hat, moderne, innovative und zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen und nicht mehr die Prinzipien und Relikte der 70er Jahre zu vertreten. Die Politik hat die Verantwortung, für die nächste Generation, saubere und bezahlbare Energien sicher zu stellen.

Dieser Brief bezweckt eine andere Sichtweise auf die Wichtigkeit des Windrads!!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Der Betriebsrat des alpincenter Bottrop !!!

 

Foto: Stadt Bottrop

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