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Freitag, September 17, 2021

„Stadtradeln“ für die Kleinsten

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IKEA will in Bottrop einen neuen Standort eröffnen

Das schwedische Möbelunternehmen IKEA möchte nach Bottrop. Nach intensiven Gesprächen mit der Stadtverwaltung kommt hierfür der Standort „Am Kranenburger Feld“ in Betracht. „Mit der Ansiedlung von IKEA als Publikumsmagnet erwarten wir nicht nur eine überregionale Steigerung der Attraktivität für Bottrop, sondern schaffen auch 150 neue Arbeitsplätze“, sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Er freut sich über diesen Ansiedlungserfolg für Bottrop, betont aber auch: „Die Verwaltungsspitzen der Städte Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop sind sich mit der Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr einig, dass die Ansiedlung von IKEA in Bottrop als regionales Projekt verstanden werden muss, das allen drei Städten Vorteile bringt.“ Neben dem zusätzlichen Angebot im Möbelsektor, von dem alle Bewohnerinnen und Bewohner im Städtedreieck profitieren, seien es zum einen die Planungs- und Bauaufträge, die innerhalb der Region vergeben werden. Zum anderen seien die neu entstehenden Arbeitsplätze ein großer Gewinn für alle drei Städte, was das Vorhaben angesichts der Arbeitslosenquote in der Region auch besonders interessant mache. „Die beteiligten Städte beabsichtigen eine Vereinbarung mit IKEA zu schließen, um diese Vorteile zu sichern“, betont Bernd Tischler.

Unabhängig davon sind alle Auswirkungen der Ansiedlung auf die drei Städte und darüber hinaus im Rahmen eines noch durchzuführenden Bebauungsplanverfahrens ausführlich zu untersuchen und zu bewerten. Hierzu zählen insbesondere Umweltauswirkungen, verkehrliche Auswirkungen und Auswirkungen auf die vorhandenen Zentren.

Auch für IKEA ist die neue Entwicklungsperspektive sehr positiv: „Bottrop ist seit langem ein Favorit auf unserer Wunschliste für neue Standorte im Ruhrgebiet“, sagt Hans-Joachim Bruschke, Leiter der Projektentwicklung von IKEA Deutschland. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit dem konkreten Standort gute Chancen haben, unsere Pläne auch zu verwirklichen. Überzeugt haben uns die innenstadtnahe und zugleich verkehrsgünstige Lage.“ IKEA möchte sich mit dem neuen Einrichtungshaus möglichst sanft in die Landschaft einfügen und den Eingriff so gering wie möglich halten. „Wir sind sehr interessiert daran, einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität für die Menschen vor Ort zu leisten. Eine gute Nachbarschaft ist uns sehr wichtig“, so Bruschke.

IKEA möchte mit dem neuen Standort im nordwestlichen Ruhrgebiet auch die Wege für die Kunden kürzer machen. Das Einzugsgebiet umfasst die Städte Bottrop, Essen, Gladbeck und Gelsenkirchen und erstreckt sich bis zur niederländischen Grenze.

IKEA wird nun gemeinsam mit den zuständigen Behörden in das Genehmigungsverfahren gehen und hofft auf eine gute Unterstützung von allen Beteiligten. Gleichzeitig ist das Unternehmen interessiert an einem offenen Dialog mit den Menschen vor Ort und wird zu gegebener Zeit zu einem entsprechenden Informationsabend einladen, Zeit und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

IKEA möchte rund 60 Millionen Euro in Bottrop investieren und rund 150 neue Arbeitsplätze schaffen. Wenn alle Genehmigungen positiv verlaufen, könnte 2018 mit dem Bau des Einrichtungshauses auf dem Gelände begonnen werden, mögliche Eröffnung wäre Ende 2018. Im Rahmen seiner Ruhrgebietsstrategie plant IKEA zudem eine „Relocation“ des Standortes in Essen und mittelfristig auch ein neues Einrichtungshaus im Raum Bochum/Herne sowie langfristig in Castrop-Rauxel.

IKEA Deutschland

IKEA ist heute in Deutschland an 48 Standorten vertreten, das 49. und 50. Einrichtungshaus entstehen derzeit in Bremerhaven (Eröffnung am 9. April 2015) und Kaiserslautern (Eröffnung Sommer 2015). Das erste IKEA Einrichtungshaus wurde 1958 in Älmhult/Schweden eröffnet. 1974 kam IKEA mit dem Einrichtungshaus Eching bei München nach Deutschland. Weltweit gibt es derzeit 357 IKEA-Einrichtungshäuser in 44 Ländern. Davon gehören 310 Einrichtungshäuser in 26 Ländern zum IKEA-Konzern selbst. Die anderen 47 Einrichtungshäuser werden von Franchisenehmern außerhalb des IKEA-Konzerns betrieben. 684 Millionen Menschen besuchten IKEA im vergangenen Geschäftsjahr, davon rund 100 Millionen in Deutschland. Über 135.000 Mitarbeiter, 16.000 allein in Deutschland, arbeiten auf der ganzen Welt an der Umsetzung der Geschäftsidee von IKEA: „Wir wollen ein breites Sortiment formschöner und funktionsgerechter Einrichtungsgegenstände zu Preisen anbieten, die so günstig sind, dass möglichst viele Menschen sie sich leisten können.“

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