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Freitag, Juni 18, 2021

Bau-Boom hält an: 280 neue Wohnungen in Bottrop gebaut

„Auftragsbücher prall gefüllt“ | Gewerkschaft fordert Lohn-Plus Boomende Baubranche: In Bottrop wurden im vergangenen Jahr 280 neue Wohnungen gebaut...
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Von Aufklärung bis zur Lebenshilfe

Wenn Helmut Sichtermann heutzutage an einem der vielen, vielen Tage an denen er mit seinen Mitstreitern Aufklärung betreibt unterwegs ist, dann bekommt er manchmal eine Gänsehaut. „Es ist erschreckend, wie unbedarft vor allem Jugendliche mit diesem wichtigen Thema umgehen, wie sorglos, so, als wäre diese Gefahr nicht existent.“ Seit beinahe zehn Jahren ist Sichtermann in der Aidshilfe in Bottrop aktiv – und könnte schon fast ein Buch über seine Erlebnisse schreiben.

Manchmal traurig, manchmal nachdenklich, viel häufiger aber absolut lustig und vergnügt ist das, was die rund 70 Mitglieder der Aidshilfe Bottrop seit nunmehr zehn Jahren erleben. „Wir erleben hier natürlich alle Stadien die einen Menschen begleiten der im Leben steht, von Verzweiflung über das Sterben, hin zu fröhlichem Beisammensein, Gedankenaustausch und natürlich auch die Freude über Nachwuchs oder normale Dinge des Alltags, bei uns spiegelt sich das Leben wider“, so Helmut Sichtermann, Bottroper Gründungsmitglied und seit jeher Vorsitzender des Vereins auf der Gerichtsstraße. Viel ist passiert in den vergangenen  zehn  Jahren, vor allem in der Gesellschaft hat sich einiges verändert. Sind es die Menschen ab Mitte 20 aufwärts, die dank der wichtigen Aufklärungsarbeit der Aidshilfe, Schulen, Eltern usw. sensibilisiert sind für das Thema Aids, Gefahr und Ansteckung, so ist seit einiger Zeit eine bedenkliche Schieflage in der jüngeren Generation zu beobachten. „Es ist kaum erklärbar, aber 15-jährige Jugendliche bis hin zu Anfang 20 haben ein völlig falsches Bild, so als wäre  Aufklärung und Erziehung in dieser Generation völlig ausgeblendet worden“, kann Sichtermann nur mit dem Kopf schütteln.

Häufig sei ein falsches Bild von Partnerschaft und Sexualität Hintergrund vieler Unkenntnis, sag der Vorsitzende. Und auch hier setzen die fleißigen Helferinnen und Helfer der Aidshilfe Bottrop an. Eigene Grenzen und die der Anderen zu erkennen und zu respektieren, Körperhygiene, Geschlechtskrankheiten und Präventionsmaßnahmen, ungewollte Schwangerschaften, Ausleben von Sexualität und vieles mehr sind nur einige der Punkte, in denen die Aidshilfe Bottrop aufklärt und beratend zur Seite steht. „So haben wir zum Beispiel in den Schulen anonyme Briefkästen aufgehangen, wo Schüler ihre Fragen zu Liebe, Sexualität, Verhütung, Freundschaft und Sorgen einwerfen können. Diese werden in regelmäßigen Abständen gelehrt und bei Facebook beantwortet. Bis jetzt haben wir zehn Briefkästen in weiterführenden Schulen angebracht“, so Sichtermann. Auch in Justizvollzugsanstalten ist die Aidshilfe mit ihrer Beratung vor Ort. „Grundsätzlich kann natürlich jeder zu uns in unseren Räumlichkeiten Kontakt aufnehmen, oder per Telefon, Mail und Facebook. Wir behandeln alles streng vertraulich“, verspricht der Vorsitzende. Der ganze Aufwand, die investierte Zeit, die Kraft, und das ehrenamtlich, kommt man da nicht ins Grübeln ob es das überhaupt wert ist? „Niemals“, unterstreicht Sichtermann vehement, „denn wenn es uns gelingt nur einen Menschen davon abzuhalten zu erkranken, dann hat sich alles gelohnt.“

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