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Donnerstag, September 16, 2021

Kellerbrand in Bottrop

Auf dem Nordring kam es am Mittwoch, den 15.09.2021 gegen 20:20 Uhr zu einem Brandereignis im Keller eines Wohnhauses. Während ein Trupp...
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Mehr Betriebswirte als Zapfhahn-Reißer

Bei so gutem Wetter wie heute, da sitzen die Gäste am liebsten draußen. Der Blick, er ist unbezahlbar: wenn sich der Schatten des sich nähernden Abends durch die Gassen schleicht, bis hier hin an den Rathausplatz, dann steht der altehrwürdige und geschichtsträchtige Turm des Rathauses noch immer in voller Sonne. So, als wollte er auf sich aufmerksam machen. Was er wohl für Geschichten zu erzählen hätte? Alles hat dieser Turm hier schon gesehen, die Arbeiter, die ihn erbaut haben, eine über die Jahrhunderte hinweg sich stets verändernde und pulsierende Stadt, Aufmärsche von Kommunisten und Nationalsozialisten, ein sich wandelndes Deutschland, Wirtschaftswunder, Weltmeisterschaften, Autokorsos – und seit 100 Jahren die Menschen und deren Geschichten, die seit über einem Jahrhundert die Rathausschänke mit Leben füllen.

Hier haben sie alle schon gesessen und Ihr Bier getrunken, vielleicht auch den einen oder anderen Schnaps. Politiker, Entscheidungsträger, Bürgermeister und Oberbürgermeister, Kutscher Bergarbeiter und und und. In 100 Jahren, da kommt schon ganz schön etwas zusammen. Und einen ganz kleinen Teil der Wegstrecke, den gehen seit rund zweieinhalb Jahren die Rathausschänken-Pächter Stephan Kückelmann und Tobias Lindemann.  „Was nicht heißen soll, dass in zweieinhalb Jahren nicht viel passieren kann“, lachen die Beiden. Denn so einfach, wie häufig angenommen wird, ist das Gastro-Geschäft schon lange nicht mehr. Nach zweieinhalb Jahren, der Hälfte ihrer ersten Pachtzeit, können Kückelmann und Lindemann sehr wohl ein Fazit ziehen. Ihrer Arbeit. Und des sich verändernden Konsumverhaltens. „Leider gibt es immer wieder mal jemanden der fragt, ob wir mittlerweile unseren Porsche zusammenhaben“, kann Tobias Lindemann nur lachen. Denn die Zeiten, in denen Du eine Kneipe aufgeschlossen, den Zapfhahn aufgerissen und mächtig Kohle verdient hast, die sind vorbei. „Da haben wir ja nichtmals mehr die Ausläufer von mitbekommen“, stimmt auch Kückelmann ins Gelächter mit ein. Aber das war auch nie der Anspruch der beiden Bottroper, sondern viel mehr ein Lebenstraum, den sie sich erfüllen wollten. Oder zumindest wollten sie abschätzen, inwieweit das Gastro-Gewerbe auch noch sympathisch anmutet, wenn man nicht vor, sondern die meiste Zeit hinter der Theke verbringt.

„Und selbst das ist noch nicht der größte Aufwand. Heutzutage musst Du schon fast mehr Betriebswirt sein, als ein Kneipier. Buchführung, Organisation, Koordination, da kommt viel zusammen, und zwar hinter verschlossenen Türen, das sieht man so ja nicht“, sagt Tobias Lindemann, und Stephan Kückelmann nennt ein Beispiel: „Wir sind ja bekanntermaßen große Fans des Feierabendmarktes. Und gerne machen wir mit, bieten Bier, andere Getränke und Bratwurst an. Aber um für ein ganzheitliches Gelingen mit Sorge zu tragen, beginnt unser Tag an einem Feierabendmarkt-Donnerstag bereits um acht Uhr morgens. Rund 20 Leute haben wir an so einem Tag im Einsatz. Natürlich lohnt sich der Aufwand für uns, also bei gutem Wetter. Aber wenn man an guten Tagen gut verdient, dann hat man auch im Regen die Klappe zu halten und es hin zu nehmen“, unterstreicht Kückelmann. Ohnehin, so sagen beide unisono, ohne die großen Aktivitäten direkt vor der Haustüre, Feierabendmarkt, Stadtfest, Weihnachtsmarkt, sähe es weit weniger rosig aus. „Das sind schon Dinge, die Du gut gebrauchen kannst“, so Kückelmann. Bewegung im eigenen Handeln sei das A und O, so wissen sie nun. „Na klar, am Anfang haben wir Fehler gemacht, keine Frage. Aber wir sind nicht unfehlbar und haben gelernt und unsere Hausaufgaben gemacht“, so Lindemann. Veranstaltungen, Saal- und Raumangebote für Feierlichkeiten mit Buffets, keine reine Bierkneipe sondern darüber hinaus ein gutes und ausgewogenes Speisenangebot seien der Schlüssel dafür, sich behaupten zu können. „Man darf nicht vergessen, als wir hier angefangen haben, da gab es so manche Kneipe, so manches Restaurant oder Cocktailbar nicht. Die Landschaft hier, sie hat sich verändert. Zum Positiven, das muss man klar sagen, von dieser Vielfalt können wir alle profitieren, man muss halt etwas dafür tun“, so Kückelmann. Und wie wird die Zukunft aussehen? „Wie gesagt, in den vergangenen zweieinhalb Jahren ist mächtig viel passiert, wir schauen mit erwartungsvoller Spannung auf die nächsten zweieinhalb. Wir können sehr zufrieden sein mit dem, was wir erreicht haben. Und mit diesem herausragend guten Team, auf das wir uns immer verlassen können, machen wir hier auch die nächsten 20 Jahre noch weiter“, so Tobias Lindemann.

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