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Delphi-Teller hier, Dolmetscher auf Schalke

„Es ist jeden Tag aufs Neue spannend. So viele verschiedene Menschen, so viele verschiedene Geschichten, so viele verschiedene Leben – aber eines haben sie alle gemeinsam: die Liebe zum  Essen. Und das macht alle Menschen hier bei mir im Restaurant gleich“, sagt Georgios Keskilidis, der mit seinem Restaurant Zorbas nicht nur in Bottrop mittlerweile einen kultigen Status genießt.

Mal ganz ehrlich: also wer hier noch nicht am gedeckten Tisch gesessen und gegessen hat, der hat vielleicht nicht alles verkehrt, aber auch nicht so unfassbar viel richtig gemacht. Denn hier an der Gladbecker Straße, da sitzen sie alle und lassen sich was von Georgi Keskilidis auf den Teller zaubern: die Familie, eine Freundesrunde, das frisch verliebte Pärchen, Gesellschaften bei besonderen Anlässen, Arbeiter, Rentner, Studenten, Selbstständige – kurzum, hier auf der Gladbecker Straße 231 spiegelt sich der Querschnitt der Gesellschaft wider. Ist es das Essen im Zorbas, die Atmosphäre oder ganz einfach das griechische Gefühl, welches hier transportiert wird, ein Abendessen wie ein Kurzurlaub im Süden, der die Leute seit so vielen Jahren begeistert? „Ich denke, dass wir hier mit viel Herzblut über viele Jahre etwas aufgebaut haben, was den Menschen der Region ganz einfach zusagt“, vermutet Inhaber Georgi Keskilidis. Bodenständig und ehrlich, ebenso wie das Ruhrgebiet und seine Menschen, so präsentieren sich Kesikilidis und sein Team. Und das wissen die Besucher zu schätzen, längst ist das Zorbas auch bei den Profi-Fußballern des Ruhrpotts vom Geheimtipp zur festen Größe gewachsen. Wer genau sich regelmäßig von den Bundesligisten gaumentechnisch im Zorbas verwöhnen lässt, das will der Inhaber nur ungern preisgeben. „Aber es genügt ja ein Blick auf die Trikots an unseren Wänden.

Zorbas 2Die haben wir nicht bei amazon gekauft und hingehängt, sondern diese Trikots haben wir tatsächlich von den Spielern selbst bekommen, die bei uns regelmäßig einkehren“, lacht der 41-Jährige, der das Zorbas seit dem 1. April 2004 unter seinen Fittichen hat. Angefangen hatte alles mit einer Business-Partnerschaft bei dem damaligen Zweitligisten SC Rot-Weiß Oberhausen, bei denen Georgis Kumpel Dimitrios Pappas und Benny Reichert unter dem damaligen Kult-Coach Hans Günter Bruns spielten. „Und wie das so ist, dann bringen die Jungs noch jemanden aus der Mannschaft mit, der auch wieder jemanden und immer so weiter. In Fußballerkreisen spricht es sich dann schnell rum, wenn Du gute Qualität anbietest“, so Keskilidis, der ergänzt: „Dazu gehört auch immer eine Portion Glück, die man sich aber selber erarbeiten muss.“ Natürlich pflegt der Bottroper Gastronom ganz besondere und innige Beziehungen zu den griechischen Fußballern, zum ehemaligen Schalker und heutigen HSV-Profi Kyriakos Papadopoulos besteht seit vielen Jahren eine enge Freundschaft. „Wir sehen uns regelmäßig, ich berate und helfe ihm in administrativen Dingen, darüber hinaus hab ich auf Schalke dann auch den Dolmetscher gemacht. Sozusagen tagsüber vom Delphi-Teller hier in meinem Restaurant, dann abends hin zur Arena auf Schalke für S04 und Sportstudio dolmetschen“, lacht der gelernte Banker. Wünsche für die Zukunft hat der Gastronom mit seinem kultigen Zorbas eher in bescheidenem Maße. „Ich freue mich über Gesundheit und darüber, wenn es Familie, Freunden, Angestellten und unseren Gästen gut geht. Denn was will man mehr“, so Keskilidis.

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