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Freitag, März 5, 2021

Impfung mit AstraZeneca jetzt auch für Ältere

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den AstraZeneca-Impfstoff jetzt auch für Menschen über 65 Jahren. Das teilte das Robert Koch-Institut am Donnerstag mit.
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Ein Spiel für Papa

Ganz so, als wolle er diesen einen besonderen Moment konservieren, für die Ewigkeit aufbewahren, so hat Timm Wrobel das wichtigste Utensil seiner Sport-Karriere unter Glas in einen Rahmen gepackt. Fast zwanzig Jahre ist es nun her, als Wrobel die tobenden Massen im Stadionrund hörte, da unten in den Katakomben, in denen die Sportler stehen wie Gladiatoren kurz vor dem Kampf.  Denn Timm Wrobel lief für die U-14-Auswahl des DFB im Stadion von Feyenoord Rotterdam auf – natürlich gegen den Lieblings-Gegner der Deutschen, als die zumindest noch halbwegs kicken konnten: gegen die Holländer.

 

Das Trikot aus dem Spiel, heute nennt man sowas gerne matchworn, ist nicht die einzige dauerhafte Erinnerung, die Timm Wrobel von diesem besonderen Tag geblieben ist. Auf seiner Wade erinnert den heute 33-Jährigen ein Tattoo des Stadions von Feyenoord, wo er seinen größten sportlichen Erfolg feierte, an diesen besonderen Tag. 13 Jahre war der Bottroper da alt, doch fühlen konnte er sich wie ein ganz Großer. „Das muss man sich mal vorstellen, wir durften mit der U 14 das Vorspiel zu den Nationalmannschaften der Holländer und Deutschland bestreiten. Und das Stadion war da schon gut gefüllt. Da standen wir nun als relativ kleine Stöpsel und haben vor rund 30.000 Menschen gespielt. Sowas vergisst Du nicht“, sagt der Bottroper. Kein Wunder, denn der war es zu diesem Zeitpunkt gewöhnt, vor zwanzig Zuschauern, meistens Eltern der Spieler, in den Bereichen des Bottroper und Oberhausener Fußballsports anzutreten. Vom SV Rhenania unter Trainer Gerd Grischka ging es zum SV Blau-Weiß Fuhlenbrock. „Für ein Mountainbike für mich und eine Waschmaschine für meine Mutter“, lacht Wrobel über seinen damaligen Marktwert. Nach starken Auftritten in Stadt- und Kreisauswahl macht der Libero auf sich aufmerksam. Mit elf Jahren geht es zu den Kleeblättern des SC Rot Weiß Oberhausen, von dort aus zu den Zebras des MSV Duisburg, ehe der Weg wieder zurückführt zum SV Rhenania zu Horst Bistrich und danach zum VfB Bottrop. Das Fußballspielen liegt in der Familie, schon Vater Robert war „ein Guten“, wie wir im Pott sagen, spielte zu seiner Zeit sogar für die U 21 des DFB. So wie der Vater dem Sohn das Talent für seine Karriere mit auf den Weg gegeben hat, so sollte er es auch schließlich sein – ungewollt versteht sich – der für das abrupte Sportende von Sohn Timm sorgte.

wrobel_02„Das ist der zweite Tag, den ich niemals vergessen werde“, erinnert sich Wrobel so als ob es gestern gewesen wäre, als er freudestrahlend von seinem ersten Arbeitstag als Azubi in die heimische Wohnung kommt – und seinen damals 46 Jahre alten Vater Robert leblos hinter der Türe findet. „Ich war 17, hatte von nichts im Leben einen Plan. Und plötzlich standen ich und mein kleiner Bruder Dominik ohne unseren Vater da. Das hat mich traumatisiert, und ich habe nie wieder als Spieler den Weg zurück auf den Platz gefunden. Meine Sport-Karriere endete in dem Moment, als auch das Leben meines Vaters endete“, so Wrobel. Doch der kämpft sich ins Leben zurück, zieht zu seiner heutigen Ehefrau Jasmin, mit der er die Söhne Max und Tom hat. „Das hat mich gerettet, meine Frau und meine Schwiegereltern haben sich sehr um mich gekümmert. Mein Schwiegervater hat die Rolle des Vaters eingenommen, mir in den Arsch getreten wenn ich es brauchte. Er ist bei der Bundeswehr, er kann das sehr gut“, lacht der Bottroper, der nach den C- und B-Lizenzen auch als Fußballtrainer aktiv ist. Mittlerweile führt auch der Achtjährige Max die Familientradition fort: nach Opa Robert und Papa Timm ist der älteste Spross nun der dritte Wrobel, der für die Zebras aus Meiderich aufläuft. Dass das Spiel seines Lebens mit 0:2 verloren ging- geschenkt. „Dieses Erlebnis bleibt unvergessen. Wir konnten ja auch noch mit Spielern wie Köpke, Basler und Scholl sprechen und sie beobachten“, erinnert sich der Familienvater. Und noch aus einem anderen Grund bleibt das Spiel für Timm Wrobel unvergessen: „Ich erinnere mich immer noch sehr gerne daran, wie stolz mein Vater auf mich gewesen ist. Und auch wenn ich heute nicht mehr mit ihm sprechen kann, so besteht diese Verbindung immer noch. Das spüre ich. Das war unser gemeinsamer Moment, unser Spiel: mein Spiel für Papa.“

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