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Montag, Juli 26, 2021

Fernsehgerät fängt Feuer

Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr Bottrop, gegen 15:45 Uhr, über den Notruf 112 alarmiert. Eine Passantin hatte eine Rauchentwicklung aus einem mehrgeschossigen...
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Fernsehgerät fängt Feuer

Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr Bottrop, gegen 15:45 Uhr, über den Notruf 112 alarmiert. Eine Passantin hatte eine Rauchentwicklung aus einem mehrgeschossigen...

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Der Tod kommt nie zur rechten Zeit

Ob es ein Beruf ist, so wie jeder andere auch, darüber hat sich Ingo Lora eigentlich nie Gedanken gemacht. Es ist eine Familientradition, der der junge Unternehmer nachgeht, der schon von frühester Jugend an die Weichen auf die heutige Arbeit gestellt hat. „Ich denke es ist normal, dass man im elterlichen Betrieb mitarbeitet als junger Mensch. Sei e im Büro, beim Metzger, Schreiner oder Maurer. Bei uns ist es nunmal der Beruf des Bestatters“.

 Seit dem Jahr 2015 führt Ingo Lora das Traditionshaus Wormland Bestattungen weiter. Anwalt könnte er sein, so auf den ersten Blick. Vielleicht Arzt? Elegant kommt er daher, charmant und schnittig, und unweigerlich stellt man sich selbst die Frage: kann dieser Mann Bestatter sein? Er kann, und das seit langer Zeit. So lernte er den Beruf von der Pike auf im elterlichen Betrieb. „Nach meinem Studium übergab dann mein Vater den Betrieb an die nächste Generation weiter. Meinem Bruder Marcus und mir wurde schnell klar, dass unser recht junges Alter für diesen Beruf auch ein Vorteil ist“. „2007 bauten wir dann ein Haus in dem alles unter einem Dach ist. Private Abschiedsräume, eine Trauerhalle, Café und Beratungsräume.“ so Lora. „Wir wollten offen, freundlich und hell wirken – eben anders sein“. Und auch, wenn man sich landläufig unter einem Bestatter noch immer einen alten Greis mit Zylinder und Gehstock vorstellen mag, mehr ein Totengräber aus einer Novelle von Edgar Allen Poe als ein Mensch, der einem in größter Not zur Seite steht, so strahlt Ingo Lora in einem scheinbar angestaubten Metier eine außergewöhnliche Frische und Ruhe aus. Wenn der 39-Jährige sagt, man brauche sich keine Sorgen zu machen, dann glaubt man dem jungen Familienvater. „Unsere Aufgabe als Bestatter“, so sagt er, „ist es der Familie zur Seite zu stehen, einfühlsam mit Rat und Tat, sei es im Trauerfall oder zur Bestattungsvorsorge. Wir kümmern uns nicht nur um die gesamte Organisation der Beerdigung, sondern auch auch um alle Ab- und Ummeldungen. Rente, Versicherungen, Mitgliedschaften und Abo´s“.

IMG_7295„Auch das Abo von „Wir lieben Bottrop“, grinst Ingo Lora. „Wichtig ist mir, dass die Bottroper Familien wissen, dass sie sich auf uns verlassen können, da ist jemand mit Herz und Verstand an ihrer Seite“. Abschalten oder gar abstumpfen, das kann man nicht, so sagt er. „Dafür berühren einen viele Dinge einfach zu sehr, als dass man immer wieder zur Tagesordnung zurückkehren könnte“, sagt Ingo Lora. Sei es bei Kindern, bei schweren Schicksalen aber auch einem gewonnenen persönlichen Kontakt zu den Hinterbliebenen, die er und sein Team auf einem wichtigen Weg als enge Vertraue begleiten – die Tür bei Wormland zuschließen und nach mir die Sintflut, so geht es eben nicht. „Emotional ist man auch immer ein Stückweit mit dabei, gerade weil wir als Bestatter eine wichtige Funktion als Stütze in dieser schweren Zeit einnehmen. Denn eines darf man nicht vergessen: egal welches Alter, oder aber auch Krankheitsbild vorliegt – der Tod kommt nie zur rechten Zeit.“

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