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Bottrop: Was wird aus der Stadt, wenn die Kohle weg ist?

Bottrop: Was wird aus der Stadt, wenn die Kohle weg ist? Eine Diskussion mit Prof. Theo Grütter, dem Direktor des Ruhr Museums und Vorstand der Stiftung Zollverein in Essen. — Zum Ende des Jahres macht die letzte Zeche Deutschlands dicht. In Bottrop. Damit geht die Ära der Steinkohle zu Ende – endgültig. Es scheint, als sei die gemeinsame Geschichte des Ruhrgebietes damit vollendet. Kein Bergbau mehr, kaum noch Stahlindustrie, die Konzerne schrumpfen – der größte Arbeitgeber in den Gemeinden wird vielleicht die lokale Stadtverwaltung. Was macht das mit der Region, mit der Stadt, mit uns? Alte Lebensentwürfe funktionieren nicht mehr: Auf der Zeche von der Wiege bis zu Bahre. Neue Entwürfe müssen entstehen. Hat Bottrop die Kraft sich zu erneuern?

Schraven 2Oder stirbt die Stadt weg? Braucht und bekommt die Gemeinde ein neues Selbstbild? Wir wollen über diese Fragen im Café Kram am Cyriakusplatz reden mit – Prof. Theo Grütter (Direktor des Ruhr Museums und Vorstand des Weltkulturerbes Stiftung Zollverein in Essen), – Klaudius Kollassa (ehemaliger Bergmann auf der Zeche Prosper-Haniel) – David Schraven (CORRECTIV-Autor des Buches „Zechenkinder“ über die Menschen auf dem Pütt).  Theo Grütter kennt sich aus. Der Historiker beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Wandel im Ruhrgebiet. Er klärt auf über Mythen rund um Kohle und Stahl. Er berichtet von Problemen beim Wachstum der Region und von den Schwierigkeiten des Schrumpfens. Klaudius Kollassa kam als Jugendlicher aus Polen, begann eine Karriere als Bergmann, die ihn über den Pütt in Bottrop auf eine Zeche im sibirischen Workuta brachte, wo er den Kumpel zeigte, wie ein Hobel aus dem Ruhrgebiet funktioniert. David Schraven hat das Buch „Zechenkinder“ für den Ankerherz-Verlag geschrieben. 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebietes. Nebenher ist er Publisher des Recherchezentrums CORRECTIV. Der  Eintritt frei.

Wann? Am 2. Mai 2018 ab 18:30

Wo? Im Cafe Kram: Adolf-Kolping-Straße 1

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