Wenn Doussis im Ring aufdreht…

Jetzt geht sie wieder los, die Vorbereitung, das Konzentrieren und Arbeiten auf das große Ziel hin: der Bottroper MMA-Profi Marc Doussis kämpft am 21. September in Limburg in seinem sechsten Profi-Fight um den Titel im Halbschwergewicht des Respect FC.

Wenn Doussis im Ring aufdreht, dann fliegen die Fetzen. Fünf Kämpfe als professioneller Mixed-Martial-Arts-Profi, fünf Siege – alle vorzeitig beendet. Der durchtrainierte Kampfsportler, der im Ring bei 1,84 Meter rund 98 Kilo ins Octagon bringt, ist eine regelrechte Maschine. In vier Jahren MMA, davon zwei Jahre als Profi-Kämpfer, hat es der 30-Jährige in der deutschen Rangliste auf Platz sieben geschafft. „Natürlich träume ich davon, noch weiter nach oben zu kommen. Dafür trainiere ich hart an mir, verlange meinem Körper und meinem Geist alles ab. Denn ich weiß: wenn ich in der Vorbereitung alles geben, dann habe ich mir nichts vorzuwerfen und verlasse den Ring als Sieger“, sagt der Bottroper.  Bis zu sieben Mal die Woche Training, Gewicht machen, Ausdauer und Technik pauken – und das alles neben seinem Vollzeitjob, sowas strengt an.

„Aber ich habe das große Ziel, im September den Titel zu holen. Dafür arbeite ich hart, halte mich an die Ernährung und tue alles dafür, um erfolgreich zu sein“, sagt er. Dabei konzentriere er sich in erster Linie auf sich, auf seine Technik, die er derzeit vor allem im Bereich des klassischen Boxens verbessern wird. „Natürlich weiß ich viel über meinen Gegner, sehe mir Videos an und hole mir Infos. Aber mein Gegner steht nicht im größten Fokus. Egal ob im Boden oder im Stand, ich sehe mich klar vorne und setze alles dran, auch meinen sechsten Profikampf vorzeitig für mich zu entscheiden“, strotzt Marc Doussis vor Selbstvertrauen, der mit Markus Adam, Manuel Masuch sowie Rüstem Trott drei erfahrene und erfolgreiche Trainer an seiner Seite hat. „Zusätzlich zum Training beim MMA Corps Ruhrpott hier in Bottrop, bereite ich mich auch bis zu drei Mal die Woche beim  NFT Gym in Krefeld vor. Hier sind einige Profi-Kämpfer zu Hause, das hilft ungemein, alle verfolgen das gleiche Ziel, man tauscht sich aus, ich lerne hier auch enorm viel“, sagt der 30-Jährige. Die Leidenschaft für den Kampfsport  hat der Bottroper von seinem Vater und Boxer Konstantinos geerbt. „Mein Vater war immer ein großes Vorbild für mich, besonders menschlich“, erinnert sich der Profi-Kämpfer. Vor zwei Jahren dann er Schock: mitten in der Vorbereitung auf seinen Kampf in Bottroper beim ersten Gladiators Bowl in der Dieter-Renz-Halle verstarb Vater Konstantinos an den Folgen einer Krebserkrankung. „Ich hatte mir so sehr gewünscht, dass mein Vater im Publikum sitzt. Aber ich weiß, er war an diesem Abend bei mir, hat mir Kraft gegeben“, so Doussis, der trotz des Schicksalsschlags kämpfte. Für sich, für seine Familie – für seinen verstorbenen Vater. In gerade einmal 15 Sekunden entlud sich alles, was sich an Emotionalität aufgestaut hatte, und der Bottroper hatte seinen Gegner hart auf die Bretter geschickt. „Seitdem weiß ich, dass neben meiner physischen auch meine mentale Stärke sehr ausgeprägt ist. Was soll mich denn aus der Bahn werfen? Und genau mit dieser mentalen Stärke bin ich auch am 21. September in den Ring steigen und siegen“, weiß Marc Doussis.

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