18 C
Bottrop
Dienstag, Juni 22, 2021

Seniorin an Haustür überrumpelt

Am Montag, gegen 12:45 Uhr, klingelte ein unbekannter Mann unter einem Vorwand bei einer 88-jährigen Bottroperin. Beim Öffnen der Tür stieß der...
15,745FansGefällt mir

News

Seniorin an Haustür überrumpelt

Am Montag, gegen 12:45 Uhr, klingelte ein unbekannter Mann unter einem Vorwand bei einer 88-jährigen Bottroperin. Beim Öffnen der Tür stieß der...

Faire Miete in der Stadt Bottrop: Maximal 7,00 Euro – Mangelware Seniorenwohnungen: 3.350 fehlen

Gütesiegel „Mein Fair-Mieter“ definiert Miet-Limit und fordert altersgerechtes Sanieren Im Alter droht Mietern eine doppelte Hürde: Oft reicht die...

Bottroperin bei Unfallflucht verletzt

Auf der Schützenstraße ist am Montagnachmittag eine 48-jährige Frau aus Bottrop angefahren und leicht verletzt worden. Die Frau stand gegen 16.50 Uhr...

Zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße

Zur Bekämpfung der Raser- und illegalen Tuningszene hat die Polizei am vergangenen Freitagabend (18:00 Uhr - Samstag 00:45 Uhr) in einem Schwerpunkteinsatz...

„Wir sind keine armen Würstchen“

Es geht derzeit über alle Kanäle: im Rahmen der Corona-Pandemie werden auch immer mehr die Rufe laut, diejenigen, die besonders jetzt für uns alle da sind und bis zur totalen Erschöpfung arbeiten, mit größerem Wert und Anerkennung zu schätzen. Egal ob seitens der Politik, in den Medien oder im Bereich Social Media, verbales und virtuelles Schulterklopfen genießt derzeit Hochkonjunktur. „Wie viel am Ende des Tages, das heißt, wenn die Corona-Pandemie irgendwann überstanden sein wird, davon noch wirklich in den Köpfen von Politikern und Mitmenschen sein wird, das bleibt abzuwarten“, sagt Johannes Ketteler-Florie. Der Bottroper ist einer derjenigen, die exemplarisch für so viele den „Laden Deutschland“ derzeit mit ihrem Einsatz am Laufen halten. Als Krankenpfleger im Knappschaftskrankenhaus an der Osterfelder Straße sieht der 27-Jährige tagtäglich die Auswirkungen eines Virus, der anfangs von vielen Seiten arg unterschätzt wurde. Auch von den Offiziellen. „Ich kann nur jedem, der Corona unterschätzt sagen: es erkranken junge und alte Menschen, egal aus welcher Schiht. Es muss uns bewusst sein, dass es jeden treffen kann. Und von leicht ohne Symptome bis zur künstlichen Beatmung und eventuellem Tod“, sagt der Krankenpfleger. Klar, selbstverständlich freue man sich derzeit über die vielen lieben Worte. Eines, das unterstreicht er im Namen so vieler seiner Kolleginnen und Kollegen, sei aber kontraproduktiv: „Häufig kommt es so rüber, als seien wir aus der Pflege arme Würstchen. Das sind wir nicht, und das werden wir niemals sein. Wird ein solcher Eindruck weiterhin vermittelt, dann wird es schwer, künftig junge Menschen für das Erlernen unseres Berufes zu begeistern“, sagt Johannes Ketteler-Florie, der November vergangenen Jahres auf der cardiologischen Station des KKH eingesetzt ist.

Zuvor, da lernte der Bottroper viel über sich, das Leben und den Tod auf der onkologischen Station. Eine prägende Zeit, wie er heute sagt. „Wir arbeiten mit und für die Menschen, und das in einem Bereich, in dem kleinste Fehler schwerwiegend sind. Nichts für ungut, aber wir aus dem medizinischen Bereich sind keine Lokführer oder Piloten, wenn wir streiken, gefährden wir durch drohende Unterversorgung Menschenleben“, sagt der Bottroper. Dennoch, so sagt er, müsse man –sollte das Engagement der vielen Menschen, die derzeit bis zur Selbstaufgabe arbeiten in Vergessenheit geraten – auf die Straße. „Dann haben wir es selbst in der Hand und sind es uns selber schuldig, für uns einzustehen. Natürlich in einem Rahmen, der die reibungslose Versorgung in Krankenhäusern, Pflegeheimen und mobilen Pflege gewährleistet.“ Eine einmalige monetäre Leistung, so sagt er, müsse als Anerkennung nicht zwangsläufig fließen, Ketteler-Florie und seinen vielen Kolleginnen und Kollegen gehe es um grundsätzliche Dinge, ein Nachdenken – vielleicht sogar ein Umdenken? Es gehe vor allem um Dinge wie soziale Absicherung, dem Erzeugen eines guten Gefühls. „Es kann doch nicht sein, dass eine alleinerziehende Krankenschwester nach diesem psychisch und physisch belastenden Job zusätzlich noch putzen gehen muss, damit ihre Kinder etwas zu Essen auf dem Tisch stehen haben. Davon gibt es viele Beispiele. Zu viele“, sagt der 27-Jährige, der aber unterstreicht: „Ich spreche jetzt erstmal für mich, aber ich bin mir sicher, dass sehr viele Menschen aus unserem Berufsfeld es genau so sehen: wir haben einen ganz wunderbaren und erfüllenden Job, bei dem wir viel geben, aber auch viel zurückbekommen. Ich persönlich kann mir für mich nichts anderes vorstellen.“

Latest Posts

Seniorin an Haustür überrumpelt

Am Montag, gegen 12:45 Uhr, klingelte ein unbekannter Mann unter einem Vorwand bei einer 88-jährigen Bottroperin. Beim Öffnen der Tür stieß der...

Faire Miete in der Stadt Bottrop: Maximal 7,00 Euro – Mangelware Seniorenwohnungen: 3.350 fehlen

Gütesiegel „Mein Fair-Mieter“ definiert Miet-Limit und fordert altersgerechtes Sanieren Im Alter droht Mietern eine doppelte Hürde: Oft reicht die...

Bottroperin bei Unfallflucht verletzt

Auf der Schützenstraße ist am Montagnachmittag eine 48-jährige Frau aus Bottrop angefahren und leicht verletzt worden. Die Frau stand gegen 16.50 Uhr...

Zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße

Zur Bekämpfung der Raser- und illegalen Tuningszene hat die Polizei am vergangenen Freitagabend (18:00 Uhr - Samstag 00:45 Uhr) in einem Schwerpunkteinsatz...