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Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Jürgen Geppert: „Jetzt ist Solidarität gefragt“

Viel haben wir in den vergangenen  Wochen über diejenigen in unserer Stadt berichtet, die unter den Schutzmaßnahmen der Corona-Pandemie zu leiden haben. Viele Selbstständige aus Bottrop – und natürlich darüber hinaus – haben derzeit zu kämpfen. Doch sind es nicht ausschließlich die Unternehmen und Unternehmer, die derzeit so häufig in die Röhre gucken. Auch die Künstler, die uns so häufig auf Stadtfest, Weihnachtsmarkt, Feierabendmarkt und vielen weiteren Events wie Kneipenkonzerten eine schöne Zeit bescherten, haben es derzeit schwer. „Wir haben noch Glück, da wir nicht von unseren Auftritten unseren Lebensunterhalt bestreiten müssen“, sagt Jürgen Geppert, der gemeinsam mit Petra Stief als Duo Liz&Taylor Bekanntheit in Bottrop und Umgebung erreicht hat. „Leider“, so sagt der Musiker, „leider gibt es viele Kolleginnen und Kollegen, bei denen es ganz anders aussieht.“ Existenzbedrohend sei der Ausfall von Auftritten für viele Künstler. Natürlich, so sagt Geppert, gebe es Musiker, die wie Liz&Taylor aus Spaß an der Freud und der Liebe zur Musik auftreten. Aber es gibt nunmal auch Musiker, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht, alles auf eine Karte gesetzt haben. „Und die wissen teilweise derzeit kaum noch, wie sie Miete bezahlen oder ihre Familien ernähren sollen“, weiß der Bottroper aus vielen Gesprächen mit Kollegen. Denn gerade jetzt sei die Zeit angelaufen, in denen  Kneipen-Pächter, Event-Veranstalter und viele mehr Aufträge an Musiker vergeben. Solidarität, so sagt Jürgen Geppert, sei jetzt das Stichwort. „Es gibt Künstler wie uns oder auch die Band Doris D, die mit Veranstaltern gesprochen haben und gesagt haben: wenn Auftritte und Nachholkonzerte wieder möglich sind, dann rücken wir gerne in die zweite Reihe. Wichtig ist zunächst, dass diejenigen wieder in Lohn und Brot kommen, die ihren Lebensunterhalt von der Musik bestreiten“, unterstreicht Jürgen Geppert. Desweiteren hofft der Bottroper auf die Solidarität und Unterstützung von Kneipenwirten und Kneipengästen. „Es wäre doch eine schöne Idee, wenn ein Glas auf die Theke gestellt wird, in das jeder ein bisschen Geld werfen kann. Davon könnten dann Künstler unterstützt werden. Man darf nie vergessen, dass sie uns allen schöne Stunden beim Bierchen oder Wein beschert haben. Und wenn wir mit einer kleinen Spende dafür Sorge tragen können, dass die Musiker auch künftig für uns spielen, dann ist uns allen geholfen“, so Jürgen Geppert.

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