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Samstag, Juli 24, 2021

Radarstandorte im Stadtgebiet vom 26. Juli bis zum 1. August

An folgenden Standorten werden nach Mitteilung der Stadtverwaltung vom 26. Juli bis zum 1. August Geschwindigkeitskontrollen durch das städtische Straßenverkehrsamt durchgeführt:
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News

Radarstandorte im Stadtgebiet vom 26. Juli bis zum 1. August

An folgenden Standorten werden nach Mitteilung der Stadtverwaltung vom 26. Juli bis zum 1. August Geschwindigkeitskontrollen durch das städtische Straßenverkehrsamt durchgeführt:

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Die exklusive Kolumne von Stadtsprecher Andreas Pläsken

Ab sofort ist die Kolumne von Stadtsprecher Andreas Pläsken, die er exklusiv für Wir lieben Bottrop schreibt, jeden Monat online verfügbar. Wir sagen: vielen Dank an Andreas – und Euch viel Spaß beim Lesen. Wir starten die Reihe mit der Kolumne aus dem Mai, die noch immer Aktualität besitzt.

 

Corona-Zeiten – zwischen Fake News und Weltuntergangsszenarien…

 

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

Sie können es schon nicht mehr hören? Nach fast drei Monaten Krisenstabsarbeit geht es mir eigentlich genau so – und doch geht kein Weg in dieser Kolumne am Thema „Coronavirus“ vorbei!

Ich will an dieser Stelle natürlich nicht auf aktuelle Entwicklungen eingehen oder Prognosen anstellen, bei denen man in den vergangenen Wochen gelernt hat, dass diese oft genug noch nicht einmal die Halbwertszeit eines Wochenendes hatten. Zu schnell verlaufen die Dinge, schlagen die Entwicklungen einen Haken nach dem anderen! Da kann eine Mehrmonatspublikation wie die vor Ihnen Liegende nicht mithalten.

Worum es mir dann als professioneller Kommunikator geht? Ich möchte über Gedankengebäude jenseits von wissenschaftlich grundierten Prognosen und gesellschaftlich verankerten Szenarien nachdenken, über Fake News und abgedrehte Fabeln, über weltanschauliche „Schlickefänger“!

Ich greife hier den Grundtenor eines Kommentars in der WAZ auf vor dem Hintergrund, dass für Menschen wie US-Präsident Donald Trump sowieso alles, was nicht seiner Meinung entspricht, Fake News sind. Stattdessen kann man stattdessen ja als medizinischer Laie (aber legitimiert durch sein Amt) schon ‚mal den Vorschlag machen, dass sich die Leute Desinfektionsmittel spritzen sollen. Ein lebensgefährlicher Aufruf, der tatsächlich auch Menschenleben gekostet hat, wobei für mich unfasslich ist, dass Trump dafür bisher keinen (zumindest) politischen Preis zahlen musste!

Und dann gibt es ja auch noch Menschen wie Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, der alles für ein Ammenmärchen hält, die Pandemie als Kindergrusel abtut und lebensrettende Maßnahmen als deplatziert und hysterisch einschätzt. Es gibt Horrorgeschichten in den Sozialen Medien bzw. Mücken aus denen Elefanten gemacht werden – schlimmer noch, es werden Zusammenhänge geknüpft, wo es überhaupt keine Verbindungen gibt, Halbwahrheiten verdreht oder sogar vermeintliche Tatsachen frei erfunden. Fake News haben leider Hochkonjunktur!

 

Menschen fühlen sich eingeschränkt, angekettet, bevormundet. Ich kann das nach zwei Monaten Kontaktverbot, was ja noch nicht einmal eine Quasi-Ausgangssperre wie in Frankreich, Italien oder Spanien war, verstandesmäßig nicht nachvollziehen, denn es ging um Maßnahmen, die schließlich dazu dienten, Menschenleben zu retten. Auf emotionaler Ebene ist das natürlich durchaus anders zu betrachten, denn Gefühle sind schwerlich wegzudiskutieren… Doch kann das kein Freibrief für irrlichterndes Verhalten sein.

Denn was mir wirklich auf den Keks geht, ist das brandgefährliche, unsolidarische Verhalten von Zeitgenossen, die „ihre Freiheit ganz besonders lieben“ und deshalb ihren Handlungsrahmen ‚mal eben so definieren, wie es ihnen passt – ob andere dabei Schaden nehmen oder nicht. Ich meine damit die um sich greifenden Demonstrationen, wo sich – für mich nicht nachvollziehbar – Menschen aus der Mitte der Gesellschaft von linken und rechten Ideologen, Spinnern und Brunnenvergiftern jeglicher Spielart vor den jeweiligen Zielkarren spannen lassen.

Wie hieß es in dem WAZ-Kommentar so zutreffend: „Jede Krise ist gleichzeitig eine Prüfung unserer Fähigkeit, Einzelinteressen zurückzustellen und auch für unsere Toleranz. Vielen Bürgern allerdings, die sich brav an die Vorschriften halten, fehlt das Verständnis für die Proteste. Und natürlich kann man sich fragen: Was ist eigentlich mit einem Menschen passiert, der trotz Kühllaster voller Corona-Toten die Gefährlichkeit des Virus leugnet? Oder sich einen aus Alufolie gebastelten ‚Querdenker-Bommel‘ umhängt und als Protest wildfremde Menschen umarmt.“ Und damit in ihrer körperlichen Unversehrtheit angreift, füge ich zu Letzterem deutlich hinzu!

Denn in einer Demokratie habe ich, so wie jede andere Mitbürgerin, jeder andere Mitbürger das Recht, meine Meinung frei zu äußern, sei diese Auffassung auch noch so „bekloppt“! Aber unser aller Freiheit reicht und darf auch nur so weit reichen, dass die Freiheit eines anderen nicht beeinträchtigt oder das Zusammenleben in einer Gesellschaft beschädigt wird! Das heißt, dass auch Demonstranten Spielregeln einhalten müssen: Es gefährdet Menschenleben, wenn Hygienebestimmungen missachtet oder Fakten mutwillig gefälscht werden. Es zerstört den gesellschaftlichen Frieden, wenn gerade in den Sozialen Netzwerken eine Verschwörungstheorie nach der anderen durch das mediale Dorf getrieben wird.

Deshalb bin ich der festen Überzeugung, für die ich an dieser Stelle engagiert werbe: Die Meinungsfreiheit endet dort, wo das Strafrecht beginnt. Unsere Demokratie ist mit diesem Grundsatz bis jetzt nicht schlecht gefahren.

In dem Sinne trotz allem und alledem ein herzliches „Glück auf“,

 

Andreas Pläsken                                                                                                  18.05.2020

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