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Donnerstag, November 26, 2020

Drei Startercenter-Online Workshops zum Jahresende

Themen sind: „Selbstständige und ihre Steuerpflichten“ sowie zweimal „Gründungswillige und die wichtigen Schritte zur erfolgreichen Selbstständigkeit“ Das Bottroper Startercenter...
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Drei Startercenter-Online Workshops zum Jahresende

Themen sind: „Selbstständige und ihre Steuerpflichten“ sowie zweimal „Gründungswillige und die wichtigen Schritte zur erfolgreichen Selbstständigkeit“ Das Bottroper Startercenter...

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Marktviertel Briefing

Gütiger Barista,

gib uns genug Kaffee, die Dinge zu ändern, die wir ändern können. Und genug Schokolade, die Dinge zu ertragen, die wir ertragen müssen. 

Zurzeit haben viele Menschen Sorgen. Eltern, Kinder werden krank. Läden schließen. Kurzarbeit. Uns steht allen aufgrund der Corona-Pandemie in den kommenden Monaten eine sehr schwere Zeit bevor. Hoffentlich können wir Weihnachten feiern. Wir fühlen mit den Menschen in der Stadt und wünschen allen Glück und Güte. 

Aber wir müssen auch an das Übermorgen denken. Ja, wir werden Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Aber wir werden die Krise überwinden, so wie wir andere Krisen überwunden haben. Der Frühling wird kommen. Die Tage werden wieder länger. Die Frage ist nur: Was tun wir dann?

Wir glauben, wir sollten jetzt für die Innenstadt vieles vorbereiten, das wir umsetzen können, sobald die Impf-Wissenschaft Corona erledigt hat. Es gibt keinen Grund, nicht optimistisch zu sein.

Es geht um ein gemeinsames Ziel: Wir wollen mehr Orte des Zusammenkommens und des kollektiven Erlebens schaffen. Und wir brauchen eine Kampagne, die unsere Botschaft ausgehend vom Wochenmarkt weit über unsere Stadt hinaus bekannt macht: In Bottrop ist Samstags was los! Kommt vorbei!

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zuerst ein paar ganz praktische Hausaufgaben bewältigen, die man ohne viel Reden erledigen kann.

Auch wenn es unangenehm ist, das Thema anzusprechen: Wir brauchen mehr öffentliche Toiletten in der Innenstadt. Aber vor allem müssen die vorhandenen sauberer werden. Momentan ist zum Beispiel die öffentliche Toilette am C&A Parkplatz am Kirchplatz leider ein Junkie-Treffpunkt, in dem gedealt und gedrückt wird. Die Jugendlichen sehen das täglich von der Jugendredaktion Salon5 aus. Das muss beendet werden. Jugendliche, Alte und Menschen mit Beeinträchtigen müssen dort ohne Angst auf das Klo gehen können. 

Dann müssen möglichst viele Bänke in der Stadt aufgestellt werden. Vor allem an der Poststraße: damit sich alte Leute ausruhen und junge Pärchen kurz hinsetzen können, wenn sie durch die Stadt schlendern. Das hört sich läppisch an. Ist aber für die Aufenthaltsqualität in der Stadt extrem wichtig. Es können einfache Holzbänke sein, nichts teures oder aufwändiges – Hauptsache es sind möglichst viele.

Weiter müssen die Fassaden von Karstadt und Hansazentrum klug kaschiert werden. Die Flächen vor den Häusern müssen so schnell es geht besser gereinigt und dekoriert werden, so wie es Oliver Schröder von der IG Marktviertel seit langem fordert. Dafür muss man nicht auf die Eigentümer warten. Das kann die Stadt jetzt tun. Ist das erledigt, könnte man schon mal anfangen, neue Standbetreiber für den Wochenmarkt anzuwerben, die genau hier ihre Buden aufbauen, sobald sich der Markt wieder auf den Kirchplatz verlagert. Die neuen Buden könnten helfen, die Leerstellen in der Hansastraße an Publikumsstarken Tagen unsichtbar zu machen. 

Wir glauben, das sind die einfachsten der wichtigsten Dinge, die unmittelbar erledigt werden können. Wir können das selbst tun oder immer wieder die Verantwortlichen daran erinnern. In jedem Fall können die drei beschriebenen Maßnahmen auch bei leeren Kassen umgesetzt werden.

Zum Schluss sollten wir die kommenden Wochen nutzen, um das Programm für die Zwischenmieten zu einem Erfolg zu machen, das die Wirtschaftsförderung gewonnen hat. Wir müssen uns fragen, wie sieht ein kluger Prozess aus, die subventionierten Zwischenmieten zu vergeben? Es geht um rund 500.000 Euro. Vielleicht sogar noch um mehr, wenn es gelingt mit Hilfe eines klugen Drehs einen fetten Nachschlag rauszuholen.

Es gibt bei diesem Programm sicher Gefahren, die einige sehen: Es könnten Unternehmen gefördert werden, die keine Überlebenschance haben, wenn die Subvention ausläuft, oder die schlicht wie Mietnomanden weiterziehen. Genauso könnten Vermieter auch überhöhte Mieten durchsetzen und damit den Wandel in der Innenstadt hemmen. Beides wäre langfristig schlecht, weil Steuern ohne Effekte verblasen würden. 

Es gibt aber auch sehr große Chancen: Gründern könnte der Start in der Innenstadt erleichtert werden – sie wachsen in ihre Aufgaben hinein und bereichern die Stadt. Leerstände könnten mit Bürgernahen Projekten gefüllt werden, die sowohl mehr Menschen in die Innenstadt locken als auch die Immobilienwirtschaft stabilisieren. Und vor allem könnten Dinge gefördert werden, die dem Ziel dienen, mehr Orte des Zusammenkommens und des gemeinsamen Erlebens zu schaffen. Das alles wäre toll und würde das Umfeld nachhaltig stärken.

Wir vom Marktviertel glauben, der von der Wirtschaftsförderung gewählte Weg ist richtig, die nötigen Vergaben mit einer Jury zu begleiten, die sich aus Fachleuten, den Beteiligten, der Wirtschaftsförderung und der städtischen Politik zusammensetzt. Damit wird die Akzeptanz in der Stadt erhöht und weitere Chancen auf nachhaltige Erfolge eröffnet.

Dorothee Lauter, Abteilungsleiterin im Amt für Wirtschaftsförderung, ist zuständig für das Zwischenmiet-Programm. Sie sagt: „Wichtig für die Entwicklung nachhaltiger und belebender Konzepte für die Innenstadt in Bottrop ist, dass möglichst viele verschiedene Perspektiven eingebunden werden. Daher sollte eine Jury gebildet werden, um Konzepte zu bewerten. Darin sollte Politik, Verwaltung aber auch Experten für die Innenstadt unter anderem aus Handel und Wirtschaft vertreten sein. Nur gemeinsam können wir die Innenstadt stark machen.“

Zwei Dinge sind aus unserer Sicht zu beachten. Zunächst kommt der Auswahl der Jury besondere Bedeutung zu. Die Leute müssen wissen, wie Geschäfte funktionieren. Dann ist der richtige Zeitpunkt für eine Jurybildung wichtig. Sie sollte in die Ausschreibung des Programms eingebunden werden und von Beginn an Leute und Initiativen ansprechen, die sich um Zwischenmieten bewerben sollen. Die Jury kann auch Aktive aus anderen Städten anwerben – etwas, das eine Wirtschaftsförderung nicht so einfach tun kann. Es wäre viel zu spät, die Jury erst einzusetzen, wenn es zu viele Bewerber gibt, und sie auf eine Auswahl zu begrenzen. Die Jury muss schon vorher einen Wettbewerb um die besten Angebote anheizen, um möglichst viele Projekte an Land zu ziehen, die unsere Innenstadt beleben. Je größer die Auswahl, desto wahrscheinlicher sind Erfolge.

Zum Schluss könnte die Jury jetzt schon das nächste große Projekt begleiten, das wir für das Frühjahr dringend brauchen: Eine gemeinsame Werbekampagne für die Innenstadt, die über die Gemeinde hinausreicht und den Menschen ab März unsere gemeinsame Botschaft nahe bringt: In Bottrop ist Samstags was los! Kommt vorbei!

Wir sind gespannt, wie es weitergeht. 

Es gibt einiges zu tun. Wir machen uns an die Arbeit, soweit wir es können. Bis zum nächsten Marktviertel-Briefing in einer Woche. 

Danke für Alles!!!

Liebe Grüße

Ihr
David Schraven

P.S. Zum Schluss habe ich eine Bitte an Sie: Wir brauchen Sie für den Erfolg! Damit wir unsere Idee umsetzen können, müssen wir möglichst viele Menschen in Bottrop erreichen. Bitte teilen Sie unser Marktviertel-Briefing mit Ihren Freunden und Bekannten und fragen sie, ob sie diesen Newsletter bestellen wollen. Einfach hier klicken. Je mehr wir sind, desto schneller bauen wir das Marktviertel auf!

P.P.S. Die Artikel oben sind teilweise hinter einer Paywall, da wir auch unsere lokale Zeitung unterstützen wollen und Journalismus nun mal Geld kostet. Danke für Ihr Verständnis!!

Quelle: Martviertel / David Schraven

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