„InnovationCity roll out-Netzwerktreffen“ informiert über Mieterstrommodelle und Fördermöglichkeiten

Zahlreiche Vertreter aus Energieversorgung und Wohnungswirtschaft diskutierten Chancen und Herausforderungen bei Mieterstromprojekten.

 

Bottrop/Oberhausen, 11. Oktober 2017 – Welche Chancen bieten Mieterstromprojekte für Energieversorger und Wohnungswirtschaft? In welcher Form lassen sich Herausforderungen in der Umsetzung meistern und welche Fördermöglichkeiten bestehen? Diese und andere Fragen diskutierten am Montag, den 9. Oktober 2017, Vertreter aus Wohnungswirtschaft und Energieversorgung beim zweiten Netzwerktreffen des „InnovationCity roll out“ in Oberhausen. Auf Einladung der Innovation City Management GmbH (ICM) waren circa 60 Teilnehmer ins Technologiezentrum Oberhausen (TZU) gekommen.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Oberbürgermeister Daniel Schranz berichtete Burkhard Drescher, Geschäftsführer der ICM, über den Sachstand der Konzeptentwicklungen in den einzelnen Quartieren und zeigte Möglichkeiten für Energieversorger und Wohnungsunternehmen auf, wie sie sich als Partner der Kommunen nicht nur aktiv in die Konzeptphase sondern auch in die anschließende Umsetzungsphase einbringen können.

 

Dies kann z. B. durch Unterstützung eines Sanierungsmanagements erfolgen oder über die Realisation der in der Konzeptphase entwickelten Maßnahmen. Dazu kann ein Mieterstrommodell gehören, bei dem sich auch für Mieter die Chance bietet, von der Energiewende zu profitieren.

 

Im Anschluss gaben Gastreferenten praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit im Kontext der Quartiersentwicklung. Im Vordergrund standen Fördermöglichkeiten für Energieversorgungsunternehmen, Wohnungsunternehmen und Einzeleigentümer. Thomas Kull und Hanno Beckert von der NRW.BANK erläuterten z. B. die Richtlinie zur Förderung von KWK-Anlagen oder Maßnahmen zur Förderung von Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Thomas Flürenbrock (Vertrieb Contracting) der Gelsenwasser AG gab anschließend praxisnahe Einblicke in die Umsetzung von Mieterstromprojekten und leitete so die folgende Diskussionsrunde ein. In dieser stand der Kerngedanke des Netzwerks, der Austausch von Informationen und das Knüpfen von Kontakten, im Fokus. Die Teilnehmer erhielten die Gelegenheit, in kleineren, fachlich begleiteten Gruppen zu Thema Mieterstrom zu diskutieren und erste Einschätzungen auszutauschen.

 

Darüber hinaus berichteten die Teilnehmer, ob bereits konkrete Aktivitäten in Richtung einer Umsetzung von Mieterstromprojekten geplant sind oder umgesetzt werden sollen. Als wesentliche Herausforderungen von Mieterstromprojekten auf dem Weg zu einer Umsetzung wurden die Auswahl von geeigneten Gebäuden, die IT-Einbindung der geplanten Anlage bzw. die Messung und Abrechnung der Stromverbräuche (Realisation des Messkonzepts) identifiziert. Viele der teilnehmenden Unternehmen sind allerdings noch in der Sondierungsphase.

 

Das dritte InnovationCity roll out-Netzwerktreffen für Energieversorgungs- und Wohnungsunternehmen ist für Anfang 2018 geplant.

 

Die Vorträge des zweiten Netzwerktreffens können unter www.icrollout.de eingesehen werden.

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