Oberbürgermeister Bernd Tischler mahnt Verbesserung im Kokerei-Umfeld an

Oberbürgermeister Bernd Tischler hat am Freitag, 29. November, noch einmal eindringlich verlangt, dass die Betreiber der Kokerei die gesetzlichen Zielwerte bei der Belastung mir polyzyklischen Aromaten (PAK) einhalten, damit sich die Situation im Stadtteil nachhaltig verbessern kann. Anlass war eine Demonstration und Mahnwache der Bürgerinitiative „Saubere Luft für alle“.

„Als Oberbürgermeister von Bottrop, steht für mich die Gesundheit und das Wohlergehen aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt an erster Stelle“, sagte Tischler. Der Forderung, die Kokerei schließen zu wollen sieht er aber kritisch. Denn abgesehen von der eingeschränkten Handhabe der Aufsichtsbehörde in Münster, hingen an diesem Standort auch wichtige Jobs. „Als Arbeitgeber sichert die Kokerei für rund 600 Beschäftigte und ihre Familien in und um Bottrop die Existenzgrundlage. Diese Tatsache dürfen wir bei allen Überlegungen rund um die Kokerei nicht außer Acht lassen.“

Ziel müsse vielmehr sein, die Situation im Hinblick auf den Gesundheitsschutz zu verbessern, denn besonders für die Anwohner bedeute der Betrieb der Kokerei eine tägliche Belastung.

„Die Stadtverwaltung hat wiederholt die Einhaltung der Zielwerte zur PAK-Belastung gegenüber den Betreibern der Kokerei angemahnt“, so Tischler. “Da es technische Möglichkeiten gibt, die Belastung mit gesundheitsgefährdenden Stoffen im Umfeld der Kokerei zu senken, sehen wir die Betreiber in der Pflicht, sämtliche Ihnen zur Verfügung stehenden Maßnahmen umzusetzen, um die entsprechenden Werte auf ein gesetzeskonformes Maß zu reduzieren. Nur so kann die Lebensqualität in Bottrop dauerhaft gesichert werden.“

Oberbürgermeister Bernd Tischler ruft weiter zum Dialog auf. In diesem Zusammenhang sei auch der Runde Tisch zu sehen, der in der kommenden Woche am 4. Dezember stattfindet und erneut alle Beteiligten zusammenbringen will.

Tischler machte noch einmal deutlich, dass das LANUV und die Bezirksregierung Münster als Aufsichtsbehörde ihre Aufgabe weiter ernst nehmen müssen. „Sie müssen sich konsequent für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzen. Und dies habe ich auch nochmal der Regierungspräsidentin sehr deutlich gesagt.“

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