20.8 C
Bottrop
Mittwoch, Juli 28, 2021

Pedelec-Fahrer bei Unfall verletzt

Im Bereich Hauptstraße/Pelsstraße wurde am Dienstagnachmittag ein 74-jähriger Radfahrer aus Gladbeck leicht verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine 62-jährige Autofahrerin aus Bottrop...
15,745FansGefällt mir

News

Pedelec-Fahrer bei Unfall verletzt

Im Bereich Hauptstraße/Pelsstraße wurde am Dienstagnachmittag ein 74-jähriger Radfahrer aus Gladbeck leicht verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine 62-jährige Autofahrerin aus Bottrop...

Defekte Klimatechnik | Taube findet den Ausgang nicht

(Li) Gegen 11:00 Uhr ging bei der Leitstelle der Feuerwehr Bottrop die Meldung ein, dass bei der Wartung im Bereich der Klimatechnik...

Bernhard Windmöller war 47 Jahre bei der Stadtverwaltung

Leiter der Ausländerbehörde geht in den Ruhestand Der Abteilungsleiter der Ausländerbehörde, Bernhard Windmöller, geht nach 47 Jahren bei der...

Lieferdienst LOUISE – ab August mit neuem Preismodell

Lieferungen kosten dann je nach Abo 2,50 bis 6 Euro Der Projektzeitraum des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie...

Faire Miete in der Stadt Bottrop: Maximal 7,00 Euro – Mangelware Seniorenwohnungen: 3.350 fehlen

Gütesiegel „Mein Fair-Mieter“ definiert Miet-Limit und fordert altersgerechtes Sanieren

Im Alter droht Mietern eine doppelte Hürde: Oft reicht die Rente nicht, um die Miete zu bezahlen. Zusätzlich sind die wenigsten Wohnungen in der Stadt Bottrop seniorengerecht. Häufig wird dann schon ein Rollator zum Problem. Darauf hat das Pestel-Institut (Hannover) hingewiesen. Dessen Leiter spricht von einem „Doppelschock für Mieter“, die älter werden: „Genug Geld fürs Wohnen und eine altersgerechte Wohnung – das sind die beiden Punkte, an die jeder Mieter schon frühzeitig denken sollte“, sagt Matthias Günther.

Um Mieter möglichst effektiv vor einem „Miet-Reinfall“ zu schützen, hat sich der Leiter des Pestel-Instituts für die Schaffung des ersten bundesweiten Mieter-Gütesiegels stark gemacht: „Mein Fair-Mieter“ ist ein Label, das nur Vermieter bekommen, die strikte Kriterien einhalten. Allen voran eine –auch im Alter für viele Menschen noch –bezahlbare Miete: „Für die Stadt Bottrop bedeutet dies konkret, dass die durchschnittliche Nettokaltmiete fairer Vermieter 7,00 Euro pro Quadratmeter im Monat betragen darf.“ Wer als Vermieter darüber liege, habe keine Chance, das „Fair-Mieter“-Siegel zu bekommen.

„Überwiegend sind es öffentliche Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften, die das Label nutzen, um ihren Mietern zu zeigen, dass nicht der Profit, sondern sozial kalkulierte Mieten und ein guter Standard bei der Wohnqualität im Fokus der praktizierten Wohnungswirtschaft stehen“, so Matthias Günther.

Ein Aspekt, der bei der Vermieter-Prüfung im Zuge der Label-Vergabe eine Rolle spiele, sei die Zahl der Wohnungen, die keine oder möglichst wenige Barrieren haben. Davon gebe es in der Stadt Bottrop maximal 1.500, schätzt das Pestel-Institut. „Doch nur in rund der Hälfte der Seniorenwohnungen leben tatsächlich auch ältere Menschen. Altersgerechte Wohnungen ohne Schwellen und mit breiten Türen sind auch für Familien attraktiv: Wo Platz für einen Rollator oder Rollstuhl ist, kommt man auch mit einem Kinderwagen klar. Barrierearme Wohnungen bieten einen Wohnbonus –ein Luxusmerkmal fürs Wohnen“, sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther.

Bei den Seniorenwohnungen treffe allerdings ein geringes Angebot auf einen hohen Bedarf: „Aktuell ist für die Stadt Bottrop von rund 4.100 Haushalten auszugehen, in denen Senioren leben, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Ältere Menschen also, für die eine mindestens barrierearme Wohnung die Voraussetzung für ein möglichst langes eigenständiges Wohnen ist. Da nur rund 750 von ihnen heute schon in einer Seniorenwohnung leben, lässt sich der Bedarf sehr konkret benennen: Aktuell fehlen in der Stadt Bottrop rund 3.350 Seniorenwohnungen“, rechnet Matthias Günther vor.

Dabei werde der Mangel an Wohnungen für Ältere –die „graue Wohnungsnot“ – in den kommenden Jahren steigen: Wer in den 60er-Jahren – im Babyboom-Jahrzehnt – geboren wurde, kommt demnächst ins Rentenalter. Der Jahrgang 1965 wird 2035 das 70. Lebensjahr erreichen. Dann wird es in der Stadt Bottrop nach Berechnungen des Pestel-Instituts bereits 5.000 Haushalte geben, in denen Ältere mit eingeschränkter Mobilität leben – ein Plus von 22 Prozent. Auch deshalb dränge er, so Günther, als Vorstand des Gütesiegels „Mein Fair-Mieter“ darauf, im Zuge von Sanierungen möglichst immer auch einen Teil der Wohnungen seniorengerecht umzubauen.

Mehr zum Gütesiegel „Mein Fair-Mieter“: www.meinfairmieter.de

Text und Foto: Mein Fair-Mieter

Latest Posts

Pedelec-Fahrer bei Unfall verletzt

Im Bereich Hauptstraße/Pelsstraße wurde am Dienstagnachmittag ein 74-jähriger Radfahrer aus Gladbeck leicht verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine 62-jährige Autofahrerin aus Bottrop...

Defekte Klimatechnik | Taube findet den Ausgang nicht

(Li) Gegen 11:00 Uhr ging bei der Leitstelle der Feuerwehr Bottrop die Meldung ein, dass bei der Wartung im Bereich der Klimatechnik...

Bernhard Windmöller war 47 Jahre bei der Stadtverwaltung

Leiter der Ausländerbehörde geht in den Ruhestand Der Abteilungsleiter der Ausländerbehörde, Bernhard Windmöller, geht nach 47 Jahren bei der...

Lieferdienst LOUISE – ab August mit neuem Preismodell

Lieferungen kosten dann je nach Abo 2,50 bis 6 Euro Der Projektzeitraum des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie...