
Der Beginn des neuen Jahres ist ein guter Zeitpunkt sich neue Ziele zu setzen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, neue Abenteuer zu erleben. Die passenden Möglichkeiten dazu bieten die vom BKB-Europateam organisierten Auslandspraktika, finanziell unterstützt durch Erasmus+ Stipendien.
Eben solche Erfahrungen durften zuletzt vier Schülerinnen und Schüler verschiedener Bildungsgänge des Berufskollegs machen, die Voraussetzungen könnten allerdings kaum unterschiedlicher sein: Während Klara-Sophie Herröder (2G24A) vier Wochen in der irischen Kulturmetropole Dublin verbrachte, lebten und arbeiteten Philipp Klobusinski (5W24A), Dilan Köy (4G24A) und Yehor Ruban (4W25A) zwei Wochen in Arvidsjaur, einem historischen Ort in der Provinz Schwedisch-Lappland mit gerade mal 4500 Einwohnern.
Klara-Sophie lebte bei einer Gastfamilie und arbeitete im Kindergarten „Safari Childcare“. Mitarbeit in einem ausländischen Betrieb im Bereich Soziales, Verbesserung der Englischkenntnisse im beruflichen Kontext und die Förderung interkultureller Kompetenz bilden die Grundpfeiler eines solchen Auslandsaufenthalts.
In ihrer Freizeit erkundete die BKB-Schülerin die Sehenswürdigkeiten der irischen Hauptstadt, besuchte „Dublin Zoo“, ließ sich durch das Szeneviertel Temple Bar treiben oder machte einen Ausflug in den Küstenort Howth. „Ich bin begeistert von der tollen Stadt, hatte einen sehr guten Praktikumsplatz und eine ganz nette Gastfamilie“, schwärmt die Schülerin des Bereichs Gesundheit und Soziales. „Ich konnte sehr viel mitnehmen und fühle mich jetzt selbstsicherer und bin sehr dankbar an diesem Programm teilgenommen zu haben.“



Fast 2.200 Kilometer entfernt von daheim liegt der Praktikumsplatz von Philipp, Dilan und Yehor. Im Bar-Restaurant „Station 13“ und dem Flughafenrestaurant Lapplandsmat sollte das Trio nicht nur bei der Zubereitung von Speisen helfen, den Gastraum vorbereiten oder im Service arbeiten, vielmehr ging es darum sich in einen ausländischen Betrieb zu integrieren, berufsspezifische Kompetenzen zu erwerben und ein interkulturelles Bewusstsein zu schaffen.
Unterstützt wurden sie dabei von ihren Lehrkräften Bettina Schneider als Expertin für Schweden sowie Stefanie Sauerbrey und Youssef Boutayleb, die jeweils eine Woche mit vor Ort waren, vor allem aber von Maria, Chefin des Restaurants, die sich liebevoll um die Praktikanten kümmerte. Außerhalb der Arbeitszeiten waren sie auf sich allein gestellt, lebten gemeinsam in einem Selbstversorgerhaus.


Mike von „Arctic Choice“, einer Organisation in Arvidsjaur, die sich um Praktikumsbetriebe und Unterbringung von Praktikanten kümmert, kam zweimal zu Besuch, erzählte bei Stockbrot am Lagerfeuer von den kulturellen Besonderheiten Schwedens. Mehr Schwedenfeeling geht kaum.
„Diese Reise war sehr aufregend“, erzählt Philipp, der besonders die Wanderungen und Ausflüge zu Seen, Wasserfällen und sonstigen Besonderheiten der weiten, schwedischen Landschaft genoss. „Alle hier waren so nett, ich habe Erfahrungen in der Gastronomie sammeln können und so viele leckere Speisen probieren dürfen“, ergänzt Dilan.
Yehors Fazit: „Meiner Meinung nach macht unsere Schule genau das Richtige, indem sie die Möglichkeit bietet ein Praktikum in einem anderen Land zu absolvieren und so ganz andere Kulturen kennen zu lernen“
Egal, ob das pulsierende Dublin oder die landschaftliche Idylle Schwedisch-Lapplands, möglicherweise auch ein anderes Land und eine andere Kultur, die ganz aktuell mit dem „Europass Mobilität“ zertifizierten Auslandspraktikanten sind sich einig: „Ich würde es jederzeit nochmal machen und empfehle es jedem Schüler.“