
Am Freitag, 27. März 2026, trat erstmals ein Team des Berufskollegs Bottrop beim Schulschach-NRW-Landesfinale in der Wettkampfklasse II an. Frank Pinhammer, Initiator und Leiter der Schach AG am BKB, begleitete die BKB-Auswahl zum Landesfinale. Unterstützt wurde er dabei vom erfahrenen Schüler-Coach Fabian Witte (1I25A).

Für die noch junge Schach‑AG des Berufskollegs, die es erst seit zweieinhalb Jahren gibt, war nach dem Gewinn der Schul-Stadtmeisterschaften allein die Teilnahme bei der Großveranstaltung in Hamm ein großer Meilenstein. „Schon beim Betreten der Zentralhallen bot sich uns ein Bild, das niemand so schnell vergessen wird: eine riesige Halle, ein Meer aus Schachbrettern, hunderte konzentrierte Spielerinnen und Spieler – ein echtes Landesfinale“, so ein beeindruckter Frank Pinhammer.

Für das BKB-Team spielten Valentin Frommer (1G25A, Brett 1), Salah Ben Messaoud (4G25B, Brett 2), Finn Duchewitz (1I25A, Brett 3), Ivan Khatunytskyi (2E25A, Brett 4), Annmarie Edelhoff (2T25A, Brett 5) und Abdulrazak Al Hawaj (4G25B, Brett 6). Gespielt wurden sieben Runden im Schweizer System, jeweils 13 Minuten pro Person und Partie. Am Ende standen respektable 2,5 Mannschaftspunkte aus 7 Runden – ein punktgleicher 33. bis 39. Platz von insgesamt 46 Teams in der Wettkampfklasse II. „Für ein Team, das in dieser Besetzung noch nie auf diesem hohen Niveau gespielt hatte, war das durchaus ein schöner Erfolg“, resümiert Frank Pinhammer, der ein wenig mit der im Vergleich zu den Stadtmeisterschaften strengeren Altersregelung haderte, aber dennoch mächtig stolz auf seine schachaffinen Schützlinge war. „Ein großer Teil der starken BKB-Spielerinnen und BKB-Spieler durfte nicht antreten, was eigentlich eine kleine Benachteiligung von Berufskollegs bedeutet. Ein neu formiertes Team musste die Herausforderung annehmen – und tat das mit beeindruckendem Mut, Teamgeist und wachsender Begeisterung.“
Für einen BKB-Spieler gab es sogar einen ganz besonderen persönlichen Moment des Triumphes: Abdulrazak Al Hawaj (4G25A) gewann am sechsten Brett 5 seiner 7 Partien und wurde dafür mit einer Bronzemedaille für seine gute Brettpunkteleistung ausgezeichnet. Die Überraschung und Freude darüber waren riesig – nicht nur bei ihm, sondern im ganzen Team. Abdulrazak: „Ich habe früher als Kind in Syrien schon Schach gespielt, dann hatte ich aufgehört, aber jetzt möchte ich wieder viel mehr Schach spielen!“

Pinhammers Fazit als Schach-AG-Leiter: „Als kurz vor Schluss klar wurde, dass Abdulrazak wahrscheinlich eine Medaille gewinnen würde, waren wir alle begeistert. Eine Medaille mitzunehmen – damit hatte wirklich niemand von uns gerechnet. Das war der perfekte Abschluss eines ohnehin großartigen Tages.“