Wie geht es den Kindern und Jugendlichen? – UWE-Befragung kommt nach Bottrop

Erstmalig werden in Bottrop im Rahmen von „UWE“, einem Kooperationsprojekt zwischen dem Regionalen Bildungsbüro der Stadt Bottrop, dem Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum und der Bertelsmann-Stiftung, Kinder und Jugendliche zu ihrem körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefinden befragt.

Wie wohl fühlen sich eigentlich Bottroper Kinder und Jugendliche? Diese und andere Fragen werden derzeit im Rahmen des Projektes „UWE“ Heranwachsenden in Bottrop gestellt. Dabei stehen die drei Buchstaben von UWE für Umwelt, Wohlbefinden und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Seit dem 30. April sind alle Kinder und Jugendlichen der siebten und neunten Klassen aller Bottroper Schulen aufgerufen, die ihnen von ZEFIR vorgelegten Fragen zu verschiedenen Themengebieten zu beantworten. Fragen wie „An wie vielen Tagen hast du nachts einen guten Schlaf?“ oder „Hast du einen Freund oder eine Freundin, dem oder der du alles erzählen kannst?“ werden ebenso gestellt, wie Fragen zum Wohlbefinden, zum Umgang an der Schule und Bezugspersonen in der Familie, der Schule und der Wohnumgebung. Bis Ende Mai wird der Bogen an allen weiterführenden Schulen vorgelegt, im Herbst sollen die Auswertungen vorliegen.

Die Tatsache, dass sich alle weiterführenden Schulen in Bottrop an der Umfrage beteiligen, zeige, welchen Stellenwert und welche Akzeptanz „UWE“ in Bottrop erfährt. „Die Schulen für ihre Entwicklungsprozesse und der Schulträger für sein sozialräumliches Handeln erhoffen sich wichtige Erkenntnisse aus dieser Befragung“, betont Schuldezernent und Erster Beigeordneter Paul Ketzer.

Die Ergebnisse der „UWE“-Studie können den zahlreichen Bildungsakteuren und der Stadt Bottrop sowohl Informationen über die Lebenserfahrungen der Heranwachsenden als auch steuerungsrelevantes Wissen vermitteln. Ziel ist es, im Sinne einer kommunalen Verantwortungsgemeinschaft, Rückschlüsse auf den Einsatz und die Zurverfügungstellung von Ressourcen ziehen zu können, um die Entwicklung hin zu einer sozialen Stadt zu verstärken und die Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen zu verbessern.

Mit der Befragung werden neue Erkenntnisse über eine Gruppe gewonnen, die bisher allenfalls in Leistungsmessungen wie PISA im Fokus stand. „Mit den Informationen über das Wohlbefinden und die stärkenden Faktoren können teilnehmende Schulen, die Stadt und zivilgesellschaftlichen Akteure ihre Anstrengungen für ein kinderfreundliches Bottrop auf eine fundierte Basis stellen“, ordnet Prof. Petermann vom ZEFIR-Team ein.

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