
v.l. Marcus Idel (Jugendamt), Anne Espenhahn und Jessica Helke vom Wunschzauberer e.V., Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert, Tilman Christian, Leiter des städtischen Fachbereichs Umwelt und Grün, Sarah Risse (Sozialamt) und Sozialamtsleiter Sascha Borowiak.
Die Bottroper Innenstadt soll einen mobilen Spielcontainer erhalten. Das Sozialamt der Stadt Bottrop hat hierzu eine entsprechende Vorlage für die Bezirksvertretung Mitte erarbeitet. Über die Umsetzung des Projektes wird in der Sitzung der Bezirksvertretung am 11. November entschieden.
Der geplante Spielcontainer – eine sogenannte „KUKUK-Box“ – basiert auf einem umgebauten Überseecontainer, der mit individuell anpassbaren Spiel-Elementen ausgestattet werden kann. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde das Projekt vorab vorgestellt.
„Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass es in vielen Städten mobile Spielcontainer gibt. Es ist eine schöne Möglichkeit, die Bedürfnisse von Kindern mit den Gegebenheiten der Innenstadt in Einklang zu bringen“, erklärte Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert. Anlass für das Projekt war der Wunsch nach mehr Spielangeboten im Innenstadtbereich, der bereits im Rahmen der Kinder- und Jugendbefragung 2023 deutlich wurde.
Geplant ist, den Spielcontainer auf dem Cyriakusplatz zu platzieren. Der Vorteil an den Spielcontainern ist, dass sie individuell gestaltbar sind. „Wir haben uns für eine gerade Röhrenrutsche, eine Boulderwand und Kletter- und Balanciermöglichkeiten im Innenbereich entschieden“, erläuterte Sarah Risse vom Sozialamt. „Es ist ein hochwertiges Spielgerät und der perfekte Spagat aus Qualität, Sicherheit und Spielspaß“, betonte Tilman Christian, Leiter des städtischen Fachbereichs Umwelt und Grün, der mit seinem Fachbereich im Stadtgebiet für Spielplätze und Spielgeräte zuständig ist. „Die zeitliche Dynamik, die die KUKUK Box mit sich bringt ist ideal“, führte er weiter aus.
Finanziell ermöglicht wird das Projekt durch eine großzügige Unterstützung des Wunschzauberer e.V.. „Wir haben das große Glück, dass beim Wunschzauberer e.V. sofort Begeisterung für das Projekt bestand“, so Karen Alexius-Eifert. Der Verein fördert das Vorhaben mit einer Spende von rund 30.000 Euro. Das Jugendamt stellt 10.000 Euro aus dem städtischen Haushalt bereit. „Wir sind immer wieder auf der Suche nach Projekten, die nachhaltig sind und speziell Kindern zugutekommen“, erläuterte Jessica Helmke vom Wunschzauberer e.V.
Lange wurde nach einem passenden Standort auf dem Kirchplatz gesucht, schließlich wird dieser regelmäßig bespielt. Nach mehreren Gesprächen ist man zu dem Entschluss gekommen, in der Nähe des Wasserspiels beeinträchtigt der Spielcontainer keine Veranstaltungen, sondern wird vielmehr zu einer Bereicherung. „Ich glaube das ist eine Win-Win-Situation“, sagte Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert. Auch Holger Czeranki von der CK Media & Events GmbH begrüßt die Standortwahl: „Der Standort ist perfekt und für jede Veranstaltung eine absolute Bereicherung.“ Der Container ist mobil und könnte theoretisch später an einen anderen Standort versetzt werden – derzeit ist dies jedoch nicht vorgesehen. Der Vorteil an der mobilen Version ist, dass der Container sehr schnell auf den Platz kommen kann. Bedeutet bei Zustimmung der Politik könnte der Spielcontainer in 6-8 Wochen auf dem Platz stehen.
Auch optisch soll der Container zum Hingucker werden. „Es gibt die Überlegung den Container entweder von Künstlern gestalten zu lassen oder durch eine Kinderaktion“, erzählte Jessica Helmke vom Wunschzauberer. Marcus Idel vom Jugendamt unterstützt die Idee der partizipativen Gestaltung: „Mitgestaltung ist auch ein Punkt der empirischen Bedarfsanalyse aus dem Jahr 2023.“
Alle hoffen auf die Zustimmung durch die Bezirksvertretung-Mitte. Sollten die Vertreter ihr grünes Licht geben, soll es schnell gehen.
Die Stadt Bottrop sieht in dem Projekt eine zeitgemäße und kreative Möglichkeit, die Innenstadt kinderfreundlicher und lebendiger zu gestalten.
(c) Text/Foto: Stadt Bottrop, Headline: Wir lieben Bottrop