Alaaaaaarm: Stadt Bottrop erweitert Sireneninfrastruktur 

Seit 2017 sind auf Initiative des Bundes die Sirenen deutschlandweit wieder im Einsatz. Auch Bottrop hat seitdem konsequent am Wiederaufbau eines flächendeckenden Warnsystems gearbeitet und bereits 22 moderne Sirenen im Stadtgebiet installiert. Heute (18.11.) wird eine von insgesamt fünf neuen Sirenen im Stadtgebiet auf dem Restaurant „Zum Alten Brunnen“ in Grafenwald montiert.

„Mit dieser Sirene können wir das gesamte Naherholungsgebiet Grafenmühle abdecken – inklusive des Waldgebietes und des Heidesees“, erklärt Dirk Schulzke, Sachgebietsleiter Bevölkerungsschutz der Feuerwehr Bottrop. Die Sirenen können sowohl punktuell als auch flächendeckend ausgelöst werden. Flächendeckende Auslösungen finden insbesondere an den bundesweiten und landesweiten Warntagen statt. „Dabei unterscheiden wir zwischen den Signalen für Warnung, Alarmierung und Entwarnung. Vor allem aber soll der Sirenenton ein Weckruf sein, der die Menschen dazu veranlasst, sich umgehend über Radio oder Internet zu informieren“, so Schulzke.

Wichtig sei dabei, betont Schulzke, dass Bürgerinnen und Bürger beim Erklingen der Sirenen nicht den Notruf 112 wählen: „Die Leitungen müssen frei bleiben, sofern kein akuter Notfall vorliegt.“

Identifizierte Optimierungsbedarfe geschlossen

Im Rahmen der Warntage erhält die Feuerwehr regelmäßig Rückmeldungen zu der Reichweite. Auf Grundlage des Feedbacks konnten so weitere Standorte in Bottrop erschlossen werden: Unter anderem wurden Sirenen auf dem Dach der Volksbank in der Innenstadt, bei der MC Bauchemie, am Schulgebäude an der Blankenstraße sowie auf einem privaten Gebäude in Feldhausen angebracht.

Da der Großteil der Anlagen auf städtischen Gebäuden montiert ist, hebt die Stadt die gute Zusammenarbeit mit privaten Eigentümerinnen und Eigentümern hervor. Ralf Nowoczin, auf dessen Familiengebäude nun ebenfalls eine Sirene steht, betont: „Ich sehe es als Bürgerverpflichtung, den Bevölkerungsschutz bestmöglich zu unterstützen. Gerade hier am Waldgebiet ist eine schnelle Warnung wichtig – etwa im Fall eines Waldbrandes.“

Moderne Technik, hohe Reichweite

Die Installation der modernen Sirenenanlagen dauert in der Regel zwei Tage. Je nach Standort kommen unterschiedliche Modellgrößen und Module zum Einsatz. Am neuen Standort in Grafenwald wird beispielsweise eine 2400-Watt-Anlage genutzt, die über 16 Sirenenhörner verfügt. „Damit erreichen wir in zehn Metern Entfernung rund 121 Dezibel“, erläutert John Hartfiel, Servicetechniker der Firma Hörmann.

Alle Sirenen im Stadtgebiet werden demnächst zudem mit einem zusätzlichen Prüfmodul ausgestattet. Dieses ermöglicht automatische Selbsttests, sodass mögliche Ausfälle oder Störungen direkt an die Leitstelle gemeldet werden. Auch bei Stromausfällen bleiben die Sirenen dank eingebauter Akkus voll funktionsfähig – sie ermöglichen bis zu 30 Alarmierungen. Die Steuerung läuft über das Funknetz.

Empfehlung: NINA-WarnApp nutzen

Die Stadt empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, die NINA-WarnApp auf dem Smartphone zu installieren. Die App informiert mehrsprachig über aktuelle Warnlagen, betroffene Gebiete und gibt klare Handlungsempfehlungen.

Mit dem weiteren Ausbau der Sireneninfrastruktur stärkt Bottrop seine Vorsorge und sorgt dafür, dass im Ernstfall noch mehr Menschen schnell und zuverlässig erreicht werden können.

(c) Text/Fotos: Stadt Bottrop, Headline: Wir lieben Bottrop

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