
In Bottrops Innenstadt könnte ein möglicher Weltrkriegsblindgänger für ordentlich Chaos sorgen. Wie die Stadt am Mittwoch (7. Januar) mitteilt, steht in der kommenden Woche eine Kampfmittelsondierung an.
“Am Donnerstag, 15. Januar 2026, werden im Rahmen der Arbeiten für Schulcontainer am Sportplatz an der Paßstraße zwei Verdachtsmomente auf Kampfmittel überprüft”, schreibt die Stadt. Heißt: Auf dem Fußballplatz könnte ein Blindgänger aus Kriegszeiten schlummern.
Wenn eine Bombe gefunden wird: Bottrops ZOB könnte vollständig abgeriegelt werden
Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, könnte das weitreichende Folgen für den Tag tausender Menschen bedeuten. Denn dann müsste, je nach Sprengkraft der Bombe, ein großer Teil der Stadtmitte geräumt werden.
“Das Jugendamt wäre bei einer Evakuierung in jedem Fall betroffen”, meldet die Stadt. Vorsorglich werden daher alle Termine für den 15. Januar am Standort auf der Prosperstraße verlegt werden. Betroffene Bürgerinnen und Bürgern sollen vonseiten der Verwaltung informiert werden.
Bei einer großräumigen Evakuierung wären zudem das Sozialamt, die Agentur für Arbeit sowie das Referat für Migration betroffen. Darüber hinaus könnte eine weiträumige Evakuierung allerdings gravierendere Folgen für das Leben in der Innenstadt bedeuten. Nicht nur, weil Tausende aus einem Umkreis von bis zu 500 Metern evakuiert werden müssten.
Verkehrschaos vorprogrammiert: Welche Straßen bei einem Fund dicht wären
Sondern auch, weil neben den Verwaltungsgebäuden dann nämlich auch der gesamte Bottroper ZOB abgeriegelt werden müsste. Damit würde der Busverkehr bei einer Entschärfung stundenlang gestört werden. Nicht auszuschließen, dass viele Verbindungen komplett entfallen.
Denn neben der Friedrich-Ebert-Straße müssten auch die Horster sowie die Prosperstraße teilweise gesperrt werden. Linien durch die östliche Innenstadt müssten weiter Umleitungen in Kauf nehmen. Zudem würde auch der Autoverkehr massiv eingeschränkt werden.
Und auch der Einzelhandel würde die Folgen spüren – denn Filialen von Kaufland, Aldi und Thomas Philipps müssten geschlossen werden. Mindestens für die Zeit einer möglichen Entschärfung und einer damit einhergehenden Evakuierung. Immerhin: Die Hansa- und Hochstraße wären auch bei einem großen Blindgänger nicht betroffen.
Stadt teilt mit: So wahrscheinlich ist ein Blindgänger-Fund
Darüber hinaus könnten zahlreiche weitere Einrichtungen wie Schulen, Kindertageseinrichtungen, stationäre Pflegeeinrichtungen, Kurzzeitpflege und ambulante Pflegedienste geräumt werden müssen. Sie werden bereits im Vorfeld über die Sondierungsmaßnahme informiert, heißt es seitens der Stadt.
Doch, wie hoch ist die Chance, dass tatsächlich ein Blindgänger an der Paßstraße gefunden wird? “Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass nur in 5-10 Prozent aller Überprüfungen eine Entschärfung und somit eine Evakuierung notwendig ist.” Es scheint daher eher unwahrscheinlich, dennoch im Rahmen des Möglichen.
Sobald klar ist, ob ein Blindgänger gefunden wird, informiert die Stadt. Auch wir von “Wir lieben Bottrop” teilen die Ergebnisse dann auf allen Kanälen von uns. Die Stadt empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern zudem, sich die NINA WarnApp herunterzuladen: “Diese weist auf Evakuierungen hin und ist auch mehrsprachig verfügbar.”
Welche Teile Bottrops je nach möglichem Bombenfund geräumt werden müssten.


Symbolbild: Jerome Schischka (Blaulicht Report Bottrop), Grafiken: Stadt Bottrop