
Idee begeistert viele Sängerinnen und Sänger
In Bottrop startet das wohl größte Chorprojekt der Stadt. 250 Sängerinnen und Sänger haben sich gemeldet, um mit den Proben für das Weihnachtsoratorium von Bach zu starten. Die Aufrufe über Flyer der Stadt, soziale Medien und existierende Chöre war so erfolgreich, dass der Projektchor bereits „komplett“ ist. „Wir freuen uns sehr über diese Resonanz“, so Kulturamtsleiterin Martina Schilling-Graef beim ersten Treffen der Sängerinnen und Sänger. Sie hatte die Idee zu diesem Großprojekt. „Was ist Weihnachten ohne Weihnachtsoratorium? Und nichts ist schöner als das in der eigenen Stadt zu erleben. Es ist toll, dass wir damit an die Tradition der Arbeitsgemeinschaft Bottroper Chöre anknüpfen können, an diese Begeisterung. Bottrop hat eine reiche Chortradition. Wir bitten um Verständnis, dass wir jetzt keine weiteren SängerInnen dazu nehmen können.“ Die Begeisterung war beim ersten Treffen im Kammerkonzertsaal zu spüren. Die Sängerinnen und Sänger berichteten von ihren eigenen Erfahrungen. Viele singen in Kirchenchören, aber auch Gospel, Musical und Mitglieder aus Familienchören und des Städtischen Musikvereins sind dabei. Bei einigen ist die aktive Zeit im Chor schon länger her. Andere äußern, dass sie schon immer mal das Weihnachtsoratorium singen wollten.
Die Proben für das besondere Projekt starten Ende Januar und finden dann monatlich, immer samstags statt. Die Aufführung wird am 29. November, dem ersten Adventssonntag, sein. „Wir sind sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, das Folkwang Kammerorchester für die musikalische Begleitung zu engagieren“, so Martina Schilling-Graef. „Außerdem haben wir im Lichthof der Berufsschule ein würdiges Ambiente für das Weihnachtsoratorium in Bottrop.“
Christina Hanisch, Leiterin der Musikschule, erläutert, „dass bei den Proben, die das ganze Jahr über anstehen, zunächst auch Stimmbildung dazu gehört. Niemand muss sich Gedanken machen, dass wir direkt mit den schwierigsten Passagen starten.“ Die Sängerinnen und Sänger zwischen 14 und 80 Jahren (200 Frauen und 50 Männer) kommen zwar zum Großteil aus Bottrop, es haben sich aber auch Begeisterte aus Gladbeck, Oberhausen, Herne, Essen, Düsseldorf und Velbert angemeldet.
Corina Krone, die bereits die großen Chorprojekte anlässlich der Opern auf der Halde Haniel mitorganisiert hat, ist auch bei diesem Projekt mit dabei. Sie freut sich auf die nun anstehenden Proben. „Bei so vielen Teilnehmenden ist das eine große Herausforderung. Wir proben im Kammerkonzertsaal, zum Teil in der Cyriakus-Schule und im Martinszentrum. Zunächst die Frauen- und Männerstimmen getrennt, später dann gemeinsam.“
Anja Hoppe hat mit den Plattformen der Arbeitsgemeinschaft Bottroper Chören in den sozialen Medien und per WhatsApp Gruppen ebenfalls dafür gesorgt, dass das Projekt bekannt wurde. „Es gibt in der Chorszene in Bottrop so viel tolle Konzerte. Wir wollen insgesamt dazu beitragen, dass das noch bekannter wird.“
Die Einstudierung übernehmen Elisabeth Otzisk und Ludger Köller.
(c): Text & Bild: Stadt Bottrop