
Es ist schon fast eine Tradition, dass die Bottroper „Deutsch-Französische Gesellschaft“ den „Deutsch-Französischen Tag“ am 22. Januar mit einer Veranstaltung im „Stück.Gut“ feiert. Er erinnert an die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages am 22. Januar 1963 und dokumentiert die jahrzehntelange einzigartige Verbindung beider Länder miteinander. In diesem Jahr waren zum ersten Mal Gäste aus der Partnerstadt Tourcoing mit dabei. Jean Pierre Collado, Anne Deregnaucourt und andere vom dortigen Verein „Les Amis de Bottrop, Berlin et Mühlhausen“ hatten auch zwei Comic-Zeichner mitgebracht, an diesem Abend die ihre Werke präsentierten.
„Lesen mit Genuss – Frankreich in der Literatur“, so lautete der Titel der Veranstaltung und in diesem Sinne sollte nicht nur die Begegnung miteinander gefördert, sondern auch die Lust auf Frankreich und die französische Lebensart geweckt werden. „Um Beziehungen zu knüpfen, zu vertiefen, zu stärken und zu erhalten, ist Literatur eine wunderbare Möglichkeit, andere Länder und Kulturen kennenzulernen“, so formulierte es Bürgermeister Frank Kien in seinem Grußwort treffend.

Ulrike Beck und Anette Kubiak von der Humboldt Buchhandlung am Rathaus stellten zunächst eine Auswahl interessanter Bücher französischer Autoren und Autorinnen und deutscher Schriftsteller, die über Frankreich schreiben, vor.
Im zweiten Teil widmeten sich die französischen Künstler Francine Coppins und Thierry Masquelez dann ihren Comics. Comics (frz. Bandes dessinées) haben in Frankreich eine sehr große kulturelle Bedeutung, sind eine tief verwurzelte Kunstform. Sie werden von allen Altersgruppen geschätzt, nicht nur von jungen Menschen.

Auch die persönlichen Begegnungen sollten natürlich nicht zu kurz kommen und so wurde die Pause ausgiebig zum Austausch genutzt. Sprachbarrieren konnten dank der Übersetzungshilfen, auch während der Präsentationen, überwunden werden. Am nächsten Tag war noch Gelegenheit zu einem weiteren Treffen. Nach einer Führung in der Brauerei des „Bottroper Biers“ rundete ein gemeinsames Essen das deutsch-französische Treffen ab.
Ermöglicht wurde die Begegnung durch die finanzielle Unterstützung des „Deutsch-Französischen Bürgerfonds“, der Egon Bremer Stiftung und der Stadt Bottrop.
(c) Text/Fotos: Stadt Bottrop