Kunst-Aktion in Stadtmitte: Neuer Verein plant Streetart-Pilotprojekt

v.l.n.r Dorothee Lauter, Christian Janzen, Stefan Wittling, Dennis Heger, SPONK, Martin Smaxwil.

Unterstützt von der Stadt Bottrop will der Verein „Graffiti.With.Attitude“ ein sichtbares Zeichen für zeitgemäße Stadtkultur setzen. An der westlichen Seitenwand des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) soll ein “Mural” entstehen. Dabei handelt es sich um ein großflächiges Gemälde, das direkt auf eine Wand oder Fassade gemalt wird. Der Bau- und Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung in der vergangenen Woche der Umsetzung des Pilotprojekts zugestimmt, vorbehaltlich der Entscheidung des Kulturausschusses am 13. Februar.

Die Vereinsmitglieder sowie der Künstler SPONK haben dem Ausschuss die Planungen und das Motiv vorgestellt. Es greift die Entwicklung Bottrops von der Bergbaustadt zur modernen, offenen Stadt auf. Historische Elemente werden dabei symbolisch, teils abstrakt und in einer klaren, zeitgemäßen Bildsprache umgesetzt. Ins Auge fällt beispielsweise ein Kanarienvogel, der die Bergleute vor Gasen warnte, sowie eine Eule, die eine Grubenlampe trägt. Der Entwurf stammt vom Künstler SPONK und wurde vom Verein aus mehreren Vorschlägen ausgewählt.

Der Verein „Graffiti.With.Attitude“ übernimmt Planung, Umsetzung sowie Pflege des Kunstwerks für mindestens fünf Jahre vollständig. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Bottrop begleitet und unterstützt die Arbeiten. “Der Pilotstandort ist sehr gut ausgewählt vom Verein”, so Dorothee Lauter. “Die Wand am ZOB zwischen Altmarkt und Berliner Platz liegt in einem hochfrequentierten Bereich und und bildet eine wichtige Schnittstelle zwischen Innenstadt und Mobilität. Eine künstlerische Gestaltung trägt gezielt zur Aufwertung bei und stärkt sowohl die Aufenthaltsqualität als auch die Wahrnehmung Bottrops als lebendige und attraktive Stadt – für die Menschen vor Ort ebenso wie für Besucherinnen und Besucher.” Derzeit ist die Fläche häufig von Verschmutzungen und Schmierereien betroffen. Erfahrungen aus Bottrop und anderen Städten zeigen, dass künstlerisch gestaltete Flächen deutlich seltener beschädigt werden.

Wie Dennis Heger, Stefan Wittlingund der Künstler SPONK dem Ausschuss erläuterten, verfolgt das Projekt ein stadtweites Streetart-Konzept mit professionell kuratierten Wandbildern, legalen Flächen und Beteiligungsangeboten. Ziel ist es, öffentliche Räume gestalterisch aufzuwerten, kulturelle Akzente zu setzen und zugleich präventiv gegen Vandalismus zu wirken.

Über das Pilotprojekt hinaus soll geprüft werden, ob das Umfeld des Bottroper Saalbaus perspektivisch als weiterer Streetart-Standort entwickelt werden kann. Denkbar sind dort künftig auch pädagogisch begleitete Angebote und Workshops, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Begleitend zum “Mural” am ZOB sind Workshops mit Jugendlichen vorgesehen. Ziel ist es, kreative Ausdrucksformen zu fördern, Beteiligung zu ermöglichen und präventiv gegen illegales Graffiti vorzugehen. Auch der Vertreter des Jugendparlaments im Bau- und Verkehrsausschuss sprach sich positiv für diese Planungen aus.

(c) Text/Foto: Stadt Bottrop, Headline: Wir lieben Bottrop

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