Festnahme, verletzter Polizist: Die Bilanz nach dem Polizei- und KOD-Einsatz an ZOB & Co.

Kriminalität keinen Raum geben und für Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein – mit diesem Ziel war die Polizei Recklinghausen zusammen mit dem Kommunalem Ordnungsdienst der Stadt Bottrop und der Bundespolizei am Mittwoch, 4. März, bei einem weiteren gemeinsamen Schwerpunkteinsatz rund um den ZOB, den Berliner Platz und den Ehrenpark unterwegs.

Öffentliche Bereiche, an denen viele Menschen aufeinandertreffen und es zu Straftaten kommt, können bei Bürgerinnen und Bürger zu einem Unsicherheitsgefühl führen. Neben den regelmäßigen Schwerpunkteinsätzen bestreift die Polizei Recklinghausen deshalb mehrmals täglich genau diese Plätze.

“Mit den Maßnahmen verfolge ich mehrere Ziele: Sicherheit soll für die Menschen sichtbarer werden, potentielle Straftäter werden im besten Fall von einer Tat abgehalten. Kommt es doch zu einer Straftat, werden Tatverdächtige direkt vor Ort gestellt. Der Kontrolldruck bleibt hoch – für mehr Sicherheit und weniger Tatgelegenheiten”, erklärt Recklinghausens Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Dafür setzt die Polizei Recklinghausen unter anderem die Mobile Wache direkt am ZOB als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger ein. Hier können nicht nur Beobachtungen gemeldet und Anzeigen erstattet werden – auch lockere Gespräche sind herzlich willkommen. “Sprechen Sie meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt vor Ort an, weisen Sie auf Probleme in ihrem Stadtteil hin. Das hilft uns, bestehende Konzepte anzupassen oder Maßnahmen neu zu treffen”, so Zurhausen.

Die gemeinsamen Schwerpunkteinsätze sind seit 2019 ein fester Baustein der Sicherheitsagenda des Polizeipräsidiums Recklinghausen.

Dabei sind neben uniformierten Beamtinnen und Beamten auch regelmäßig zivile Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. “Potentielle Täter sollen nicht das Gefühl haben, dass sie sich in einem rechtsfreien Raum bewegen, sobald die uniformierte Polizei aus ihrem Blickfeld verschwindet,” betont Friederike Zurhausen.

Die Bilanz des Schwerpunkteinsatzes

Auch gestern nahmen über 60 Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit wahr, mit Polizei und Ordnungsamt Gespräche zu führen – die Rückmeldungen zum gemeinsamen Einsatz waren durchweg positiv. Hier die Bilanz:

In unmittelbarer Nähe zum ZOB nahm die Polizei einen 43-jährigen Mann aus Oberhausen vorläufig fest. Die Polizistinnen und Polizisten konnten gegen 13:20 Uhr einen mutmaßlichen Drogenhandel zwischen dem Tatverdächtigen und einer weiteren Person beobachten. Bei seiner Festnahme versuchte der 43-Jährige zu flüchten, konnte aber durch die Polizei gestellt werden. Dabei leistete er Widerstand. Ein Polizist wurde leicht verletzt, verblieb aber dienstfähig. Der Mann hatte auch ein verbotenes Messer bei sich. Das Messer sowie die bei ihm aufgefundenen Betäubungsmittel und entsprechende Utensilien, wurden durch die Polizei sichergestellt. Die Polizei leitete entsprechende Strafverfahren ein.

Insgesamt überprüfte die Polizei gestern knapp 30 weitere Personen. Gegen zwei Personen sprachen die Beamtinnen und Beamten Platzverweise aus.

43 Bürgerinnen und Bürger mussten aufgrund verschiedener Verstöße Verwarngelder bezahlen. 22 Personen erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Nach Verkehrskontrollen mussten zwei Strafverfahren eingeleitet werden.

Wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz schrieben die Einsatzkräfte zwei weitere Berichten.

Auch in der kommenden Woche steht die Mobile Wache am Montag (09. März) und am Freitag (13. März) in der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr am ZOB.

(c) Text: Polizei Recklinghausen, Foto: Wir lieben Bottrop

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