
Symbolbild: Im Herbst 2025 wurde in der Boy ein Blindgänger gefunden. Dafür musste großräumig evakuiert werden.
Liegen an der Tourcoingstraße noch Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg? Dieser Frage gehen Kampfmittel-Experten am Mittwoch, 18. März 2026, nach. Dann müssen zwei Verdachtsmomente auf überprüft werden. Zunächst wird, wie immer in so einem Fall, eine Sondierung durchgeführt. Gut möglich, dass zwar Blindgänger vermutet, aber nicht gefunden werden.
Sollte sich der Verdacht allerdings bestätigen, ist eine Entschärfung oder Sprengung die Folge. In diesem Fall wären – je nach Sprengkraft der Weltkriegsbombe – Evakuierungen in einem Umkreis von bis zu 500 Metern möglich.
A2 bei Bottrop: Beim Bombenfund könnte ein Verkehrschaos drohen
Betroffen wären dann nicht nur hunderte Haushalte auf dem Eigen, sondern auch wichtige Verkehrsverbindungen: Unter Umständen müsste die A2 oder sogar der Zubringer auf die A31 gesperrt werden. Auch Teile der Gladbecker Straße, eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt, könnten für den Zeitraum der Entschärfung durch Kampfmittel-Experten dicht gemacht werden.


Die Stadt betont allerdings, dass nur in etwa fünf bis zehn Prozent der überprüften Verdachtsfälle tatsächlich eine Entschärfung mit Evakuierung erforderlich wird. In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Überprüfungen gekommen. Viele Bottroperinnen und Bottroper werden sich an die Bombe erinnern, die im Bottrops Süden gesprengt werden musste.
Stadt Bottrop: Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen wurden bereits gewarnt
Einrichtungen im möglichen Gefahrenbereich, darunter Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen, wurden bereits über die geplanten Sondierungen informiert, heißt es vonseiten der Stadt.


Sobald Ergebnisse vorliegen, will die Stadt über ihre Internetseite sowie über soziale Netzwerke und die lokalen Medien informieren. Auch die Warn-App Nina soll dann auslösen.
Merkblatt der Stadt: So sollen sich Bottroper bei einem Bombenfund verhalten
(c) Grafiken: Stadt Bottrop