
Auch in diesem Jahr haben zehn Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums der Fachrichtungen Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Verwaltung sowie Informatik den Schritt ins Ausland gewagt und ihr Pflichtpraktikum bewusst international absolviert. Dank der finanziellen Förderung durch Erasmus+ sowie der engagierten Unterstützung des BKB-Europateams konnten vierwöchige Praktika in Irland, Spanien und Malta erfolgreich realisiert werden. Begleitet und organisiert wurden die Aufenthalte von unseren Ansprechpartnerinnen für die jeweiligen Länder Regina Grothoff (Spanien), Sabrina Thelen (Irland) und Alexandra Nölle (Malta), die die Schülerinnen und Schüler sowohl in der Vorbereitung als auch während des Aufenthalts tatkräftig unterstützten.
Die Einsatzbereiche waren dabei so vielfältig wie die Erfahrungen selbst: Julia Heimann und Leni Schiller (beide 1G24A) arbeiteten im Customer Service des Restaurants Rampila in Malta, Mitschülerin Yaren Kulak unterstützte die Tierpflege in einem Tierheim, Nele Marasus arbeitete an der Rezeption der Abteilung Physiotherapie des St. James Hospitals. Die IT-Gymnasiasten Maxwell Ndung’u und Luca Krickhan waren in der Datenverwaltung des Dubliner Instituts Uni Doodle tätig, Andela Gligorijevic und Devin Turp sammelten Erfahrungen in Digitaliserung, Kundenservie und Verwaltung von spanischen Sprachinstituten, während Marie Kern und Sanja Radakovic Kundengespräche im Einzelhandel führten.
Dabei konnten alle zehn nicht nur ihre fachlichen und sprachlichen Kompetenzen erweitern, sondern auch wertvolle interkulturelle Erfahrungen sammeln – ein wichtiger Baustein für ihre persönliche und berufliche Zukunft. „Besonders spannend im Praktikum fand ich den Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Ländern. Ich half deutschsprachigen Touristen, ihren Aufenthalt einfacher zu machen und Fragen für meine Arbeitskollegen zu übersetzen. Es war schön zu merken, dass ich meine spanischen und englischen Sprachkenntnisse wirklich verwenden konnte und sicherer im Sprechen geworden bin“, erzählt Wirtschaftsgymnasiastin Sanja Radakovic, die im Geschäft „Souvenirs I Love“ regelmäßigen Kundenkontakt bewältigen musste und nach Feierabend in ihrer spanischen Gastfamilie ganz tief in die spanische Kultur eintauchen durfte. „Hier habe ich ganz viel über die Kultur und auch die Kulinarik gelernt. Meine Highlights: Paella und Tortilla de patatas.“

Neben der Arbeit blieb auch Zeit, die Gastländer zu entdecken: In Irland wurden Dublin und seine berühmten Pubs sowie die georgianische Architektur erkundet, auf Malta standen Highlights wie Valletta, Popeye Village und die Strände auf dem Programm und in Spanien beeindruckte die lebendige Stadt Valencia, das Museum der schönen Künste, sowie das berühmte Stadtfest „Las Fallas“, in der eine ganze Woche lang mit viel Feuerwerk und Riesen-Pappfiguren gefeiert, gegessen und getanzt wird. Anđela Gligorijevic (1W24): „Der Feuerwerksabend „La Nit del Foc“ während des Fallas-Festivals war ein ganz besonderes Erlebnis für uns. Die Atmosphäre in der Stadt war einzigartig und voller Energie. Das Feuerwerk war spektakulär und sehr beeindruckend. Überall waren Menschen aus verschiedenen Ländern, was die Stimmung noch besonderer gemacht hat. Es war definitiv ein unvergesslicher Moment für uns.“
Auch kleine Herausforderungen gehörten dazu – etwa das Busfahren auf Malta, das Geduld und Flexibilität erfordert. „Gerade solche Erfahrungen machen den besonderen Wert eines Auslandsaufenthaltes aus: Perspektivwechsel, Selbstständigkeit und die Fähigkeit, sich auf neue Situationen einzulassen. Oder, um es mit den Worten von Henry Miller zu sagen: ‚Eines Mannes Ziel ist niemals ein Ort, sondern eine neue Art, die Dinge zu sehen‘“, findet Alexandra Nölle vom BKB-Europateam.

Wie prägend diese Zeit war, zeigt auch das Fazit von Marie Kern über ihr Praktikum im „Body Shop“ und ihre Zeit in Malta: „Wir vermissen die gemeinsame Zeit sehr. Wir haben viel zusammen unternommen, neue Menschen kennengelernt – auch aus anderen Ländern – und Freundschaften geschlossen, zum Beispiel mit Leuten aus Finnland, Italien, England, den Philippinen und den USA. Offenheit ist bei so einer Reise das Wichtigste, denn man wächst als Gemeinschaft zusammen.“