Geruchsbelästigung in Bottrop: Renature droht Teilstilllegung

Die anhaltenden Geruchsprobleme rund um den Betrieb von Renature in Bottrop-Ebel beschäftigen weiter Politik und Verwaltung. Die Bezirksvertretung Süd hat sich am Donnerstag, 18. Juni, erneut mit den Beschwerden aus dem Stadtteil befasst. Im Raum steht nun eine teilweise Stilllegung des Betriebs.

Betroffen wären nach Angaben der Stadt die Grünschnitt-Aufbereitung sowie die Verarbeitung von Abfällen aus der Biotonne. Nicht betroffen wäre demnach das Bodenlager. Dort gebe es derzeit keine Hinweise darauf, dass der Betrieb nicht genehmigungskonform läuft.

Beschwerden aus Ebel halten weiter an

Seit längerer Zeit gibt es aus Ebel wiederholt Beschwerden über Geruchsbelästigungen. Bezirksbürgermeister Mirko Skela verweist darauf, dass die Menschen im Stadtteil bereits den dritten Sommer in Folge mit dem Problem leben müssten. Nun hoffe man auf eine abschließende Lösung.

Nach Angaben der Stadt wurden bei wiederholten Überprüfungen durch die Untere Immissionsschutzbehörde sowie in einem externen Gutachten Überschreitungen der zulässigen Geruchsemissionen festgestellt. Das Gutachten wurde von der Stadt Bottrop beauftragt und basiert auf Daten, die von der Renature GmbH erhoben wurden.

Stadt sieht rechtliche Probleme beim Weiterbetrieb

Aus Sicht der Unteren Immissionsschutzbehörde sprechen nach aktuellem Stand gewichtige Punkte dafür, dass die Anlage in ihrer derzeitigen Form am Standort nicht betrieben werden kann, ohne gegen immissionsschutzrechtliche Vorgaben zu verstoßen.

Ein rechtmäßiger Betrieb setzt voraus, dass schädliche Umwelteinwirkungen verhindert oder zumindest auf ein zumutbares Maß begrenzt werden. Die bisherigen Maßnahmen, darunter Kontrollen, Hinweise und Anhörungen, haben nach Darstellung der Stadt bislang nicht ausgereicht, um die Geruchsemissionen ausreichend zu begrenzen.

Anhörung läuft noch

Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Derzeit läuft ein Anhörungsverfahren, in dem noch eine Stellungnahme des Unternehmens aussteht. Erst danach will die Stadt über das weitere Vorgehen entscheiden.

Geprüft wird eine teilweise Stilllegung durch den Fachbereich Umwelt und Grün. Für die Anwohnerinnen und Anwohner in Ebel wäre eine solche Entscheidung ein wichtiger Schritt in einem Konflikt, der den Stadtteil seit Jahren belastet.

teilweise mithilfe von KI generiert

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