Im Bürgerbüro des Bottroper Rathauses sind derzeit Bilder und Plastiken von Schülerinnen des Josef-Albers-Gymnasiums zu sehen. Die zehn Arbeiten eines Projektkurses stehen unter dem Titel „Spuren in Stein – Vom Bauwerk zum Kunstwerk“.
Die Ausstellung verbindet historische Themen aus Bottrop mit künstlerischen Perspektiven. Zu sehen sind die Arbeiten noch bis zum 17. Juli.
Projektkurs des Josef-Albers-Gymnasiums
Geleitet wurde die Projektgruppe von Lehrerin Katharina Hüttermann. Unterstützt wurden die Schülerinnen nach Angaben der Stadt unter anderem von Stadtarchivarin Heike Biskup, der Historischen Gesellschaft, der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde, einem Steinmetz, dem Museumszentrum und einer Archäologin.
Im Mittelpunkt standen Steine als Träger von Geschichte. In Fassaden, Reliefs und Bauwerken lassen sich Spuren vergangener Zeiten erkennen. Diese Spuren haben die Schülerinnen aufgegriffen und künstlerisch verarbeitet.
Historische Themen aus Bottrop als Ausgangspunkt
Die Arbeiten beschäftigen sich mit unterschiedlichen Epochen und Ereignissen der Bottroper Stadtgeschichte. Thematisch aufgegriffen werden unter anderem die steinerne Fährtentafel aus dem Museum für Ur- und Ortsgeschichte, der Steinkohlebergbau und verschiedene Fassadenelemente.
Auch die Industrialisierung durch den Bergbau, der Formsandabbau der Familie Dickmann, die Orientierung von Gastarbeitern in einer neuen Heimat und der Skandal um den Vertrieb wirkungsloser Krebsmedikamente werden in einzelnen Arbeiten verarbeitet.
Bilder, Zeichnungen und skulpturale Elemente
Die Schülerinnen beschränkten sich bei ihren Arbeiten nicht auf Acrylgemälde und Zeichnungen. Auch skulpturale Elemente wurden eingesetzt. Dazu gehören unter anderem eine Disco-Kugel und ein Puppenhaus.
Nach Angaben der Beteiligten war der künstlerische Prozess nicht immer geradlinig. Ideen wurden verworfen, überarbeitet und neu entwickelt. Dadurch sind am Ende sehr unterschiedliche Arbeiten entstanden, obwohl alle auf derselben Themenstellung beruhen.
Ausstellung bis zum 17. Juli im Rathaus
Oberbürgermeister Matthias Buschfeld lobte bei der Eröffnung die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze der Schülerinnen. Schulleiter Ingo Scherbaum verwies auf den pädagogischen Anspruch, dass Kunst zum Denken anregen solle.
Die Ausstellung „Spuren in Stein – Vom Bauwerk zum Kunstwerk“ ist noch bis zum 17. Juli im Bürgerbüro des Bottroper Rathauses zu sehen.
teilweise mithilfe von KI generiert