
Die Stadt Bottrop hat gemeinsam mit Essen, Gelsenkirchen, Herne, Oberhausen und dem Kreis Recklinghausen eine Bewerbung für die eREGIONALE 2033 eingereicht. Das regionale Bündnis tritt unter dem Namen „EmscherLippePLUS“ an.
Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hatte im März zur Teilnahme an dem Strukturförderprogramm aufgerufen. Die Bewerbung musste auf höchstens 15 Seiten Ziele und erste Lösungsansätze für die Region darstellen.
Das „e“ steht für experimentelle Ansätze
Die eREGIONALE unterscheidet sich nach Angaben des Landes durch ihren experimentellen Ansatz von bisherigen REGIONALE-Programmen. Das „e“ steht für Experimentierräume, in denen neue Projekte und Veranstaltungsformate entwickelt und erprobt werden sollen.
Für Bottrop könnten dabei unter anderem Vorhaben aus der Stadt- und Regionalentwicklung eine Rolle spielen. Oberbürgermeister Matthias Buschfeld nannte in diesem Zusammenhang beispielhaft das Projekt „Freiheit Emscher“.
Welche konkreten Bottroper Projekte Teil des Programms werden könnten, geht aus der Mitteilung bislang nicht hervor.
Bottrop sieht Chancen für Stadtentwicklung und Lebensqualität
Buschfeld sieht in der Bewerbung eine Möglichkeit, den Strukturwandel in Bottrop weiterzuführen. Die Stadt verfüge als frühere Bergbaustadt über Erfahrungen mit wirtschaftlichen und städtebaulichen Veränderungen.
Mit der eREGIONALE sollen nach Angaben der beteiligten Kommunen neue Lösungsansätze für Herausforderungen in der Region entwickelt werden. Dazu zählen unter anderem die Folgen wirtschaftlicher Veränderungen, globaler Krisen und des Strukturwandels.
Im gesamten Projektgebiet leben rund 1,5 Millionen Menschen.
EmscherLippePLUS setzt auf Zusammenarbeit und Ausbildung
Die Partnerkommunen wollen mit ihrer Bewerbung die Zusammenarbeit über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg ausbauen. Ein weiteres Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber wirtschaftlichen, sozialen und klimatischen Veränderungen zu stärken.
Zudem soll die sogenannte blau-grüne Infrastruktur weiterentwickelt werden. Darunter fallen beispielsweise Grünflächen, Gewässer und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Ein Schwerpunkt der Bewerbung liegt nach Angaben der Beteiligten auf den Bildungs- und Lebenschancen junger Menschen. Auch Ausbildungsmöglichkeiten sollen im weiteren Verfahren eine wichtige Rolle spielen.
Entscheidung über eREGIONALE-Bewerbung steht noch aus
Die Bewerbung wurde nach Angaben der Stadt fristgerecht beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht. Unter dem Motto „Hier geht mehr“ wollen Bottrop und die weiteren beteiligten Kommunen ihre gemeinsamen Ziele bis zum Präsentationsjahr 2033 verfolgen.
Ob die Region den Zuschlag erhält und welche Projekte anschließend umgesetzt werden können, steht derzeit noch nicht fest.
teilweise mithilfe von KI generiert