
Wer älter wird, hat häufig mehr als nur eine einzige gesundheitliche Baustelle. Bluthochdruck und Diabetes, Arthrose und beginnende Demenz oder Herzschwäche und eine eingeschränkte Nierenfunktion sind nur ein paar Beispiele. Doch was bedeutet das für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen? Und wie können Pflegedienste unterstützen?
Wenn eine Erkrankung nicht mehr für sich alleine steht
Bei einer einzelnen Erkrankung ist die Sache oft überschaubar: Diagnose, Behandlung, Verlauf. Kommen mehrere Erkrankungen zusammen, verändert sich das Bild grundlegend. Medikamente, die gegen die eine Krankheit helfen, können sich auf die andere auswirken. Eine Diät, die bei Diabetes sinnvoll wäre, passt vielleicht nicht zu den Ernährungsempfehlungen bei einer Nierenerkrankung. Ein Medikament gegen Bluthochdruck kann mit einem Schmerzmittel in Wechselwirkung treten, das eigentlich wegen der Arthrose genommen wird.
Diese Zusammenhänge zu überblicken, ist selbst für Fachpersonal anspruchsvoll. Für Angehörige, die nebenbei noch ihren eigenen Alltag bewältigen müssen, ist es oft schlicht zu viel. Und genau hier setzen wir bei der Pflegesonne an.
Der Blick aufs Ganze
Bei mehreren Erkrankungen reicht es nicht, jede für sich zu betrachten. Es braucht einen Blick auf die gesamte Situation eines Menschen: Wie wirken sich die Erkrankungen zusammen auf den Alltag aus? Wo entstehen Wechselwirkungen? Wie verstärken sich Symptome gegenseitig? Jemand mit Diabetes und eingeschränkter Mobilität hat zum Beispiel ein höheres Risiko für Wunden, die schlechter heilen. Jemand mit Herzproblemen und beginnender Demenz vergisst möglicherweise, dass er bereits eine Tablette genommen hat.
Solche Zusammenhänge zeigen sich häufig erst über einen längeren Zeitraum, weshalb wir bei der Pflegesonne auf Bezugspflege setzen. Wir lernen unsere Patienten richtig kennen, nicht nur ihre Diagnosen.
Organisation im Alltag
Mehrere Erkrankungen bedeuten häufig auch mehrere Ärzte, verschiedene Medikamentenpläne und Termine, die im Blick behalten werden müssen. Diese Aufgaben brauchen Struktur, Dokumentation und jemanden, der den Überblick behält.
Für Angehörige ist dieser organisatorische Aufwand häufig nicht oder nur schwer zu stemmen, nicht nur aus fehlendem Wissen, sondern auch aus Überforderung mit der Situation. Hier können Pflegedienste eine enorme Hilfe sein.
Das können Angehörige tun
Auch wenn nicht alles im Detail überblickt werden kann: Eine gemeinsame, aktuelle Übersicht über alle Medikamente und Diagnosen ist ein guter erster Schritt. Diese sollte bei jedem Arztbesuch dabei sein und regelmäßig aktualisiert werden. Genauso hilfreich ist es, Veränderungen im Alltag zu notieren, auch die, die auf den ersten Blick nicht bedeutsam wirken. Das kann Ärzten und Pflegekräften helfen, eventuelle Wechselwirkungen oder allgemeine Veränderungen zu erkennen.
Wenn Sie sich in Ihrer Situation gerade überfordert fühlen, weil mehrere gesundheitliche Themen gleichzeitig eine Rolle spielen, melden Sie sich gerne bei uns.
Sie brauchen Unterstützung? Melden Sie sich bei uns!
Sie erreichen uns über [email protected] oder unter 02041 7828750