Legionellen-Gefahr in Bottrop: Nach dem Urlaub Wasser laufen lassen

Wer nach längerer Abwesenheit aus dem Urlaub nach Bottrop zurückkehrt, sollte Wasserleitungen vor der ersten Nutzung zunächst durchspülen. Darauf weist die AOK Nordwest hin.

In länger nicht genutzten Leitungen kann Wasser stehen bleiben. In Verbindung mit höheren Temperaturen können dadurch Bedingungen entstehen, unter denen sich Legionellen vermehren. Das Robert Koch-Institut nennt Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius als besonders günstig für das Wachstum der Bakterien. Oberhalb von 55 Grad wird die Vermehrung deutlich gehemmt.

Wasser nach längerer Abwesenheit zunächst laufen lassen

Die AOK empfiehlt, nach der Rückkehr aus dem Urlaub alle Wasserleitungen für einige Minuten mit heißem und kaltem Wasser durchzuspülen. Währenddessen sollte der Raum möglichst verlassen oder gut gelüftet werden, um mögliche Aerosole nicht einzuatmen.

Auch das Umweltbundesamt empfiehlt grundsätzlich, länger in Leitungen stehendes Wasser zunächst ablaufen zu lassen. Trinkwasser, das länger als vier Stunden in der Installation gestanden hat, sollte demnach nicht direkt für Speisen und Getränke verwendet werden.

Legionellen werden vor allem dann zum Gesundheitsrisiko, wenn feinste Wassertröpfchen eingeatmet werden – beispielsweise beim Duschen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet bei Legionellen in der Regel nicht statt.

Warmwassertemperatur nicht zu stark absenken

Die AOK rät außerdem davon ab, die Warmwassertemperatur während des Urlaubs stark herunterzuregeln. Bei zentralen Warmwassersystemen spielt eine ausreichend hohe Temperatur eine wichtige Rolle beim Legionellenschutz.

Das Umweltbundesamt nennt für zentrale Systeme eine Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius und die Vermeidung von längerem Wasserstillstand als wichtige hygienische Maßnahmen.

Legionellen können schwere Lungenentzündungen auslösen

Eine Infektion kann unter anderem die sogenannte Legionärskrankheit verursachen. Dabei handelt es sich um eine Lungenentzündung, die mit hohem Fieber, Husten, Schüttelfrost sowie Kopf- und Brustschmerzen einhergehen kann. Besonders gefährdet sind laut AOK ältere Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

Daneben gibt es mit dem Pontiac-Fieber eine meist mildere Verlaufsform ohne Lungenentzündung.

Die Hinweise stammen von der AOK Nordwest. Sie richten sich insbesondere an Menschen, die nach längerer Abwesenheit wieder in ihre Wohnung oder ihr Haus zurückkehren.

teilweise mithilfe von KI generiert

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