Roboter „Temi“ hilft im Bürgerbüro Bottrop bei Amtsgeschäften

Eine Forschungsgruppe der HRW kooperiert im Rathaus mit dem Bürgerbüro, um Möglichkeiten zu entwickeln, Roboter bei der Bearbeitung von Anträgen einzubinden. Foto: Stadt Bottrop

Im Bürgerbüro der Stadt Bottrop ist derzeit ein ungewöhnlicher Helfer im Einsatz: Der Dienstleistungsroboter „Temi“begrüßt Besucherinnen und Besucher und unterstützt bei verschiedenen Fragen rund um Behördengänge.

Hinter dem Projekt stehen Studierende des Masterstudiengangs „Mensch Technik Interaktion“ an der Hochschule Ruhr West sowie das Ruhrbots-Team. Sie wollen untersuchen, wie gut soziale Robotik im Alltag angenommen wird und an welchen Stellen die Technik noch verbessert werden muss.

Fragen per Touchscreen oder Sprache

„Temi“ nimmt Anfragen über einen Touchscreen entgegen. Alternativ können Fragen auch gesprochen werden. Der Roboter versteht Deutsch und Englisch.

Bei der Suche nach passenden Antworten greift er auf eine bestehende Datenbank zurück. Künstliche Intelligenz kommt nach Angaben der HRW bei der Spracheingabe zum Einsatz.

Bis zum 9. Oktober beobachtet das Projektteam, wie Bürgerinnen und Bürger das Angebot nutzen.

Hilfe bei Ausweisen, Anmeldung und Orientierung

Der Roboter soll vor allem bei wiederkehrenden Fragen unterstützen. So kann „Temi“ beispielsweise prüfen, ob die notwendigen Unterlagen für Ausweispapiere oder die Anmeldung einer neuen Wohnadresse vorhanden sind.

Informationen können auf Wunsch per QR-Code auf das eigene Smartphone übertragen werden. Auch bei der Orientierung im Rathaus hilft der Roboter. Er zeigt unter anderem den Weg zur Wohngeldstelle, zum Fotoautomaten oder zu den Toiletten.

Forschung zur Nutzerfreundlichkeit

Die Wissenschaftler wollen unter anderem herausfinden, ob die Menüführung verständlich ist und ob Nutzer schnell die gesuchten Informationen finden.

Auch abgebrochene Vorgänge sollen ausgewertet werden, um mögliche Probleme zu erkennen.

Zusätzlich können Besucherinnen und Besucher Fragebögen ausfüllen und ihre Eindrücke zur Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit schildern.

Noch ersetzt „Temi“ keine Mitarbeiter

Das Projekt wird von Prof. Dr. Sabrina Eimler geleitet. „Wir möchten möglichst viele Menschen an dem Gestaltungsprozess beteiligen und Aufklärung leisten. Deshalb bringen wir Studierende, Forschende und Bürgerinnen und Bürger zusammen“, erklärt sie.

Ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags ist „Temi“ derzeit noch nicht. Kann der Roboter eine Frage nicht beantworten, verweist er die Besucherinnen und Besucher an die Infotheke.

teilweise mithilfe von KI generiert

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