Von Waldbegräbnis bis “Ewiger Garten”: Verwaltung stellt Neuerungen für Bestattungen in Bottrop vor

Fotos: Stadtverwaltung Bottrop

Die Stadt Bottrop erweitert das Angebot auf ihren Friedhöfen. Künftig soll es unter anderem Begräbniswälder, den „Ewigen Garten“, zusätzliche Grabstellen für Muslime sowie ein eigenes Grabfeld für verstorbene Kinder geben.

Die Neuerungen stellten der Technische Beigeordnete Klaus Müller und Georg Diericks von der städtischen Friedhofsverwaltung bei einem Ortstermin auf dem Ostfriedhof vor.

Aus dem Kumpelfeld wird der „Ewige Garten“

Eine größere Veränderung betrifft das bisherige „Kumpelfeld“. Nach Angaben der Friedhofsverwaltung entstand in der Vergangenheit häufig der Eindruck, dort könnten ausschließlich Bergleute oder Menschen mit Bezug zum Bergbau bestattet werden. Tatsächlich stand die Anlage jedoch allen offen.

Künftig trägt das Areal deshalb den Namen „Ewiger Garten“.

Die Grabpflege übernimmt dort eine Friedhofsgärtnerei. Sie ist für die gesamte Nutzungsdauer Bestandteil des Angebots. Auch beim Preis soll sich etwas ändern: Während bislang mit rund 10.000 Euro gerechnet werden musste, soll das Angebot künftig deutlich günstiger werden.

Konkrete Zahlen stehen noch nicht fest. Laut Klaus Müller laufen derzeit Gespräche mit den Vertragspartnern. Erwartet werde eine Reduzierung um etwa ein Viertel, möglicherweise sogar um ein Drittel. Die Liegezeit beträgt künftig 15 Jahre.

Begräbniswälder auf zwei Friedhöfen

Neu geplant sind zudem sogenannte Begräbniswälder. Auf dem Parkfriedhof und dem Friedhof an der Schulstraße in Kirchhellen sollen dafür Waldflächen angepflanzt werden. Anders als bei den bisherigen Urnenbaumgräbern sollen dort größere zusammenhängende Bereiche entstehen.

Angehörige können die Grabstellen weiterhin besuchen. Auch Erinnerungsplatten sollen möglich sein. Zusätzlich ist ein Wegenetz für Besucherinnen und Besucher vorgesehen.

Eigenes Grabfeld für verstorbene Kinder

Auf dem Parkfriedhof plant die Stadt außerdem ein besonders gestaltetes Grabfeld für verstorbene Kinder. Vorgesehen sind unter anderem bunte Bänke sowie eine Sandsteinstele mit kindgerechten Elementen. Der Bereich soll einen Ort für Trauer und Erinnerung schaffen und sich gleichzeitig gestalterisch von anderen Friedhofsflächen unterscheiden.

100 neue Grabstellen für Muslime

Auch das Angebot für muslimische Bestattungen wird erweitert. Auf dem Ostfriedhof sollen 100 neue Grabstellen entstehen. Das bereits vorhandene muslimische Grabfeld ist nach Angaben der Stadt nahezu vollständig belegt. Durch die Erweiterung soll sich die derzeitige Kapazität verdoppeln.

Bei der Planung hat sich die Stadt mit der Ditib-Moschee-Gemeinde abgestimmt. Muslimische Bestattungen unterliegen besonderen Anforderungen. So dürfen dort laut Mitteilung keine Särge verwendet werden, außerdem kommen nur Grabstellen infrage, auf denen zuvor noch keine Bestattung stattgefunden hat.

Zwei Leistungen werden ab 2027 umsatzsteuerpflichtig

Ab 1. Januar 2027 kommt es außerdem bei zwei Friedhofsleistungen zu einer steuerlichen Änderung.

Umsatzsteuer wird künftig beim Verstreuen von Asche auf Bestattungswiesen sowie bei der nachträglichen Umwandlung einer Grabstelle in ein Wiesenpflegegrab erhoben. Alle anderen Friedhofsgebühren bleiben nach Angaben der Stadt von dieser Änderung unberührt.

teilweise mithilfe von KI generiert

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