Bosch/Buderus investieren hohen Betrag ins Berufskolleg und den Zukunftscampus Bottrop

Der Zukunftscampus Bottrop nimmt im bestehenden Schulgebäude weiter Gestalt an: Bosch Thermotechnik GmbH (Buderus/Bosch) beginnt mit der Ausstattung eines ersten Lernraums am Berufskolleg der Stadt Bottrop. Mit Unterstützung des Handwerksbetriebs Magh soll dort bis Ende Januar 2027 ein Smart-Home-Raum mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien entstehen. Hierbei können Lernende in den Raum technische Anlagen wie z.B. Wärmepumpen, Klimaanlagen oder Alarmanlagen technisch in Betrieb nehmen und über eine App zu einem ganzheitlichen System integrieren.

Im Mittelpunkt steht eine praktische Frage: Wie lässt sich Energie in einem Gebäude sinnvoll nutzen? Intelligente Steuerung kann dabei helfen, die Technik auf den jeweiligen Bedarf abzustimmen. Schülerinnen und Schüler sollen solche Zusammenhänge künftig besser nachvollziehen können – als Vorbereitung auf Aufgaben, die ihnen später in technischen Berufen begegnen.

„Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler verstehen, warum eine Wärmepumpenanlage auf eine bestimmte Weise arbeitet und welche Auswirkungen eine veränderte Einstellung haben kann“, sagt Schulleiter Guido Tewes. „Die Zusammenarbeit mit Industrie und Handwerk hilft uns, solche Fragen anschaulich in den Unterricht zu holen.“

Mit Bosch Thermotechnik GmbH (Buderus/Bosch) bringt sich ein Partner aus der Heiz- und Energietechnik in die Ausstattung ein, der weiß, wie es geht. Die bereits vorgestellte Zusammenarbeit im Zukunftscampus wird damit vor Ort konkret.

„In der Heiztechnik müssen Geräte, Regelung und die Anforderungen eines Gebäudes zusammenpassen“, erklärt Henning Kühl  von Bosch Thermotechnik GmbH (Buderus/Bosch). „Dafür brauchen die Betriebe Fachkräfte, die technische Zusammenhänge verstehen. Mit unserem Beitrag zur Ausstattung mit Wärmepumpen und Klimageräten möchten wir die Schule dabei unterstützen, dieses Wissen praxisnah zu vermitteln.“

Der Handwerksbetrieb Magh unterstützt die Umgestaltung des Raumes und sieht darin eine Chance, Ausbildung und Praxis enger zu verzahnen. Dem traditionsreichen Betrieb in direkter Nähe zum Berufskolleg und der Hochschule liegt die Ausbildung von Fachkräften besonders am Herzen. So wirken Hersteller und Handwerk bereits beim Aufbau der neuen Lernumgebung zusammen.

An dieser Schnittstelle arbeitet Jan van Holt, der im Zukunftscampus die Zusammenarbeit zwischen Berufskolleg, Hochschule Ruhr West und Stadt Bottrop koordiniert. „Jan van Holt bringt die schulischen Anforderungen und die Beiträge unserer Partner zusammen“, sagt Tewes. „Das schafft eine Grundlage, auf der unser Kollegium die passenden Lernaufgaben entwickeln kann.“

Der neue Raum ist ein Baustein des Zukunftscampus, mit dem Stadt, Berufskolleg und Hochschule berufliche und akademische Bildung enger verbinden wollen. Für Bottrop bedeutet das zugleich eine Investition in die Ausbildung von Fachkräften für die Region.

Die geplante Fertigstellung bis Ende Januar 2027 ist der nächste Meilenstein. Die Erfahrungen aus der späteren Nutzung sollen auch für das vorgesehene Energiewendehaus wertvoll sein: Dort sollen die Zusammenarbeit der Bildungspartner und das Lernen an vernetzten Energiesystemen weiter ausgebaut werden.

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