
Fotos: Stadtverwaltung Bottrop
Seit November 2025 ist Matthias Buschfeld Oberbürgermeister von Bottrop. Nach seinem ersten Amtsjahr hat er im städtischen Podcast „Bottrop(p)lauscht“ Bilanz gezogen. Dabei ging es unter anderem um die Entwicklung der Innenstadt, das ehrenamtliche Engagement, die finanzielle Situation der Stadt und anstehende Projekte.
Ein wichtiges Anliegen sei ihm weiterhin der direkte Austausch mit den Bottroperinnen und Bottropern. Mit dem Format „Offen gesagt – Euer Stadtteil, eure Themen“ war Buschfeld in allen Stadtteilen unterwegs, um Fragen, Wünsche und Anregungen aufzunehmen. Die Resonanz sei dabei größer ausgefallen als erwartet.
Besonders positiv bewertet der Oberbürgermeister das ehrenamtliche Engagement in Bottrop. Viele Menschen seien bereit, sich in Vereinen, bei Veranstaltungen oder anderen gemeinschaftlichen Projekten einzubringen. Teilweise würden auch Menschen ins Ehrenamt zurückkehren, die sich zwischenzeitlich stärker auf Familie und Beruf konzentriert hätten.
Bottroper Innenstadt bleibt eine wichtige Aufgabe
Ein zentrales Thema für Buschfeld ist die Entwicklung der Bottroper Innenstadt. Mit der Umgestaltung des ehemaligen Karstadt-Gebäudes zum Phoenix sieht er einen wichtigen Schritt zur Wiederbelebung der City.
Das Projekt soll nach seinen Vorstellungen neue Perspektiven für die Innenstadt schaffen. Im kommenden Jahr sollen außerdem Teile der Stadtverwaltung in das Gebäude einziehen.
Auch die Entwicklung der Stadtteile spielt für den Oberbürgermeister eine Rolle. Als Beispiel nennt er den neuen Familienmarkt in Welheim, der auf Anregungen aus dem Stadtteil zurückgeht. Nach Angaben Buschfelds sei das Angebot auf große Resonanz gestoßen. Nach einer Winterpause soll der Familienmarkt 2027 fortgesetzt werden.

Schulen, Spielplätze und Inklusion: Das ist in Bottrop geplant
Weitere Themen seines ersten Amtsjahres waren die Schulentwicklung, der Ausbau von Betreuungsangeboten und die Modernisierung von Spielplätzen.
Nach jahrelangen Diskussionen sei die Schulentwicklungsplanung abgeschlossen worden. Nun stehe die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen an. Dazu gehöre auch die Weiterentwicklung der Schulstandorte.
Buschfeld betont zudem, dass Bottrop eine familienfreundliche Stadt für alle Generationen sein müsse. Neben Bildungs- und Freizeitangeboten seien dafür auch Barrierefreiheit und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe wichtig.
Als Beispiele nennt er die erstmals veranstaltete „Woche der Inklusion“ sowie geschützte Bereiche beim Stadtfest und beim Rosenmontagszug, die Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eine Teilnahme ermöglichen sollen.
Haushaltssicherung: Buschfeld spricht über finanzielle Herausforderungen
Eine der größten Herausforderungen bleibt die finanzielle Situation der Stadt Bottrop. Trotz der Haushaltssicherung müssten wichtige Investitionen weiterhin möglich sein, betont Buschfeld.
Als Beispiele nennt er die Schulentwicklung, Investitionen in die Feuerwehr und die Erneuerung von Straßen, Plätzen und öffentlichen Anlagen.
Die angespannte Haushaltslage führt Buschfeld vor allem auf eine strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen zurück. Bund und Land müssten Städte und Gemeinden ausreichend finanziell ausstatten, wenn diese zusätzliche Aufgaben übernehmen sollen.
Gleichzeitig müsse Bottrop die eigenen Möglichkeiten nutzen, um langfristig finanziell handlungsfähig zu bleiben.
„Wir werden diese Stadt hier nicht absaufen lassen“, betont Buschfeld mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen. Wichtige Angebote und Investitionen sollen erhalten bleiben, während die Stadt gleichzeitig an einer langfristig tragfähigen Haushaltsführung arbeitet.
Projekte wie Freiheit Emscher sollen Bottrop voranbringen
Für die kommenden Jahre nennt Buschfeld weitere Schwerpunkte. Neben der Entwicklung der Innenstadt sollen auch die wirtschaftlichen Perspektiven Bottrops gestärkt werden.
Dabei setzt er unter anderem auf das Projekt Freiheit Emscher und die Entwicklung neuer Gewerbeflächen. Diese sollen zur wirtschaftlichen Zukunft der Stadt beitragen.
Auch innerhalb der Stadtverwaltung sucht Buschfeld nach eigenen Angaben den direkten Austausch. Durch Besuche in Ämtern und Fachdienststellen wolle er die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten besser kennenlernen und mögliche Verbesserungen erkennen.
Oberbürgermeister will Austausch mit Bürgern fortsetzen
An seinem regelmäßigen Kontakt mit den Menschen in Bottrop möchte Buschfeld festhalten. Dazu zählt er auch seinen wöchentlichen Rückblick auf den Social-Media-Kanälen der Stadt.
„Damit machen wir die Vielfalt des städtischen Lebens sichtbar. Die vielen Veranstaltungen, Feste und Initiativen zeigen, wie lebendig Bottrop ist und wie viele Menschen sich hier für ihre Stadt engagieren.“
Auch künftig möchte der Oberbürgermeister gemeinsam mit den Bottroperinnen und Bottropern Perspektiven für die Entwicklung der Stadt erarbeiten.
„Eine Stadt lebt nicht allein von ihren Angeboten und ihrer Infrastruktur, sondern vor allem von den Menschen, die sich einbringen und Gemeinschaft möglich machen“, sagt Buschfeld.
Das vollständige Gespräch ist im städtischen Podcast „Bottrop(p)lauscht“ auf den gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Auf dem YouTube-Kanal der Stadt Bottrop gibt es außerdem einen Videomitschnitt des Interviews.
Hier geht es zum Podcast der Stadt Bottrop.
teilweise mithilfe von KI generiert