Bottroper Innenstadt: Berliner Platz könnte zum Parkplatz werden

Symbolbild: Fabian Mende

Auf dem Berliner Platz in der Bottroper Innenstadt könnten künftig vorübergehend Autos parken. Hintergrund ist der geplante Abriss und Neubau des Parkhauses an der Schützenstraße. Während der Bauphase sollen auf dem Berliner Platz zusätzliche Stellplätze entstehen, um den Wegfall bisheriger Parkmöglichkeiten auszugleichen.

Der Bau- und Verkehrsausschuss hat am Donnerstag, 5. November, mehrheitlich beschlossen, dass die Stadtverwaltung eine entsprechende Genehmigung bei der Bezirksregierung Münster beantragen soll. Fünf Ausschussmitglieder stimmten dagegen. Ob die Fläche tatsächlich als Parkplatz genutzt werden darf, ist damit noch nicht entschieden.

Parkhaus Schützenstraße soll abgerissen und neu gebaut werden

Das Parkhaus an der Schützenstraße ist seit Dezember 2025 wegen baulicher Schäden teilweise gesperrt. Derzeit können nur die unteren sechs Etagen mit insgesamt rund 300 Stellplätzen genutzt werden.

Ein langfristiger Weiterbetrieb ist nach Einschätzung der Stadt mit erheblichen technischen und finanziellen Risiken verbunden. Deshalb möchte die Verwaltung möglichst schnell eine Planung für den Abriss und anschließenden Neubau des Parkhauses erarbeiten.

Während der Bauarbeiten würden zahlreiche Parkmöglichkeiten im engeren Innenstadtbereich wegfallen. Besonders für Kunden des Einzelhandels und der Dienstleistungsbetriebe sollen deshalb alternative Stellplätze geschaffen werden.

Berliner Platz könnte vorübergehend zum Parkplatz werden

Eine mögliche Lösung sieht die Stadt auf dem Berliner Platz. Aufgrund seiner zentralen Lage könnte er insbesondere für Menschen attraktiv sein, die nur kurz in der Innenstadt parken möchten.

„Mit der Eröffnung des Phönix werden wieder mehr Menschen in die Innenstadt kommen, diesen wollen wir ein zentral gelegenes Angebot machen, solange das Parkhaus Schützenstraße nicht bzw. nicht in vollem Umfang nutzbar ist“, erklärt Bottrops Technischer Beigeordneter Klaus Müller.

Allerdings kann die Stadt den Berliner Platz nicht ohne Weiteres als Parkplatz nutzen. Die Fläche wurde mit Städtebaufördermitteln umgestaltet und unterliegt deshalb einer sogenannten Zweckbindung. Für eine vorübergehende Umnutzung ist die Zustimmung der Bezirksregierung Münster notwendig.

Auch andere Alternativen wurden nach Angaben der Stadt geprüft. Dazu gehören die Wiederinbetriebnahme der Tiefgarage im Hansa-Center und die Errichtung vorübergehender Parkdecks. Beide Möglichkeiten seien allerdings mit höheren Kosten und größerem baulichem Aufwand verbunden und kurzfristig nicht umsetzbar.

City-Parkplatz soll stärker für Dauerparker genutzt werden

Neben der möglichen Nutzung des Berliner Platzes plant die Stadt weitere Änderungen. Menschen, die ihr Auto über einen längeren Zeitraum abstellen, sollen verstärkt den City-Parkplatz, ehemals RAG-Parkplatz, nutzen. Auch ein möglicher neuer Parkplatz Am Lamperfeld kommt dafür infrage.

Der City-Parkplatz verfügt derzeit über rund 180 Stellplätze. Bis zu 90 davon können aktuell an Dauerparker vermietet werden. Diese Begrenzung auf 50 Prozent soll nach den Vorstellungen der Verwaltung künftig entfallen.

Über die geplante Änderung soll die Bezirksvertretung Bottrop-Mitte am 3. Dezember 2026 entscheiden.

Wann könnte der Berliner Platz zum Parkplatz werden?

Mit den geplanten Maßnahmen möchte die Stadt die Parkmöglichkeiten während der Bauphase neu verteilen. Kurzzeitparker sollen weiterhin möglichst zentral in der Innenstadt parken können. Dauerparker sollen dagegen verstärkt auf die Parkflächen am Rand der City ausweichen.

Ob der Berliner Platz tatsächlich als Parkplatz genutzt werden kann, hängt zunächst von der Entscheidung der Bezirksregierung Münster ab. Ein konkreter Zeitpunkt für die mögliche Umnutzung oder den Beginn des Parkhaus-Abrisses wurde bislang nicht genannt.

teilweise mithilfe von KI generiert

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