
Mit den ersten deutlichen Minusgraden im November rückt erneut ein bekanntes Winterproblem in den Fokus: Festgefrorene Bioabfälle in der Tonne. Viele Bürgerinnen und Bürger melden derzeit unvollständig geleerte Biotonnen – ein Ärgernis, das jedoch nicht auf Nachlässigkeit, sondern auf physikalische Ursachen zurückzuführen ist.
Sobald feuchter Bioabfall an der Innenwand oder dem Boden der Tonne festgefroren ist, kann er auch durch mehrfaches Rütteln nicht vollständig gelöst werden. Die Müllfahrzeuge verfügen über automatische Schüttelmechanismen, doch festgefrorener Abfall bleibt häufig hartnäckig an Ort und Stelle. Eine vollständige Leerung ist dann technisch nicht möglich.
Um Frostproblemen vorzubeugen, empfiehlt die BEST AöR folgende Maßnahmen
• Abfälle nicht pressen: Locker eingefüllter Bioabfall friert deutlich seltener fest.
• Feuchte Küchenabfälle einwickeln: Zeitungspapier bindet Feuchtigkeit und verhindert ein Ankleben.
• Papier als Bodenisolation: Eine Schicht zerknülltes Papier schützt vor Frost, bitte nur in geringem Umfang verwenden.
• Geschützter Standort: Garage, Hauswand oder überdachte Stelle verringern das Einfrieren.
Diese Tipps tragen dazu bei, dass die Müllabfuhr in den Winterwochen möglichst reibungslos funktioniert. Festgefrorene Inhalte können jedoch erst bei der nächsten regulären Abfuhr entsorgt werden.
Hinweis: Die Papierzugabe sollte auf das notwendige Maß beschränkt bleiben. Eine übermäßige Menge kann die Leerung behindern. Die genannten Maßnahmen sind Empfehlungen – eine Garantie gegen festgefrorene Inhalte gibt es bei starkem oder langanhaltendem Frost leider nicht.
Die BEST AöR bittet alle Haushalte um Mithilfe, damit die Entsorgung auch bei winterlicher Kälte möglichst störungsfrei bleibt.