
Noé Schneider und Lazare Kiladze kämpften sich bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig auf Platz 5.
Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der U18 im Judo, die am 28. Februar und 1. März in Leipzig stattfanden, präsentierten sich die Nachwuchsathletinnen und -athleten des JC 66 Bottrop in hervorragender Form. Während am Samstag die männlichen Judoka auf die Matte gingen, kämpften am Sonntag die weiblichen Talente um nationale Titel und Platzierungen.
Dramatische Kämpfe und starke Platzierungen bei den Jungen
Für den JC 66 Bottrop gingen am Samstag John-Lukas Patz (-50 kg), Noé Schneider, Lazare Kiladze (-73 kg) und Ivan Narizhnyi (-90 kg) an den Start – und sorgten für beeindruckende Leistungen.
Den Auftakt machten Noé Schneider und Lazare Kiladze. Besonders Noé erwischte ein denkbar schweres Los: Nach einem souveränen Auftaktsieg traf er direkt auf den topgesetzten Sou Grave, der frisch in den Nationalkader berufen wurde. Im Kampf geriet Noé zunächst durch einen Yuko und einen Waza-ari in Rückstand. Doch der junge Bottroper ließ sich davon keineswegs beeindrucken. Mit großem Kampfgeist arbeitete er sich zurück und belohnte sich kurz vor Schluss mit seiner Spezialtechnik: Ein spektakulärer Uchi-mata brachte die Überraschung – der Favorit musste in die Trostrunde.
Beflügelt von diesem Erfolg kämpfte sich Noé, als jüngster Jahrgang, bis ins Halbfinale vor. Dort unterlief ihm jedoch eine kleine Unaufmerksamkeit, die ihn den Finaleinzug kostete. Im Kampf um Bronze traf er erneut auf Sou Grave, der diesmal die Oberhand behielt. Dennoch steht für Noé ein herausragender 5. Platz zu Buche – ein starkes Signal für die kommenden Jahre.
Auch Lazare Kiladze überzeugte in der Gewichtsklasse bis 73 kg. Mit souveränen Leistungen marschierte er bis ins Halbfinale, musste sich dort jedoch geschlagen geben. Im anschließenden Kampf um Platz drei fehlte das letzte Quäntchen Glück, sodass auch für ihn ein starker 5. Platz feststeht.
John-Lukas Patz, ebenfalls jüngster Jahrgang, startete in der Klasse bis 50 kg und zeigte, dass er zu Recht bei der Deutschen Meisterschaft antrat. Nach einem Auftaktsieg folgten eine Niederlage und zwei weitere Siege. Nach einer weiteren Niederlage belegte er am Ende einen respektablen 9. Platz.

Den größten Erfolg aus Bottroper Sicht feierte Ivan Narizhnyi. Nach seinem Wechsel von der Gewichtsklasse bis 81 kg in die Klasse bis 90 kg zeigte er eine beeindruckende Entwicklung. Mit technisch vielseitigem Judo und großem Kampfgeist kämpfte er sich bis ins Finale vor. Dort musste er sich zwar geschlagen geben, durfte sich jedoch über die Silbermedaille freuen – ein herausragendes Ergebnis auf nationaler Ebene.
Nachwuchs sammelt wichtige Erfahrungen bei den Mädchen
Am Sonntag gingen die weiblichen Judoka des JC 66 Bottrop auf die Matte. Die amtierende Westdeutsche Meisterin Julie Lauer musste krankheitsbedingt leider passen, sodass Ammely Kaptur (-57 kg) und Linn Kremeier (-63 kg) die Vereinsfarben vertraten.
Ammely Kaptur hatte es mit starker Konkurrenz zu tun und musste sich in beiden Kämpfen geschlagen geben. Dennoch sammelte sie wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau.
Linn Kremeier startete mit einem Sieg in das Turnier, musste sich anschließend jedoch der letztjährigen und diesjährigen Deutschen Vizemeisterin geschlagen geben. Auch in der Trostrunde blieb ihr ein weiterer Erfolg verwehrt. Beide Athletinnen gehören jedoch zum jüngeren Jahrgang und können im kommenden Jahr erneut in der U18 angreifen.
Trainer zieht positives Fazit
Trainer Kai Strietzel zeigte sich mit den Leistungen seiner Schützlinge insgesamt sehr zufrieden:
„Dass Noé gegen Sou Grave gewinnt, war ein riesiges Ding. Schade, dass er sich für diese Leistung nicht mit einer Medaille belohnen konnte. Aber an Noé werden wir in den nächsten Jahren noch viel Freude haben. Das gilt natürlich auch für seine Mannschaftskollegen. Lazare hatte im Halbfinale Pech – sonst wäre auch hier eine Finalteilnahme möglich gewesen.“
Mit einer Silbermedaille sowie zwei fünften Plätzen und weiteren starken Ergebnissen unterstreichen die U18-Judoka des JC 66 Bottrop einmal mehr ihr großes Potenzial auf nationaler Ebene.
(c) Text/Fotos: JC 66 Bottrop,