Ölfilm auf dem Rhein-Herne-Kanal: Feuerwehr Bottrop unterstützt Essener Kollegen bei Einsatz

Fotos: Feuerwehr Essen

Eine Gewässerverunreinigung auf dem Rhein-Herne-Kanal hat am Dienstag, 27. Oktober, einen stundenlangen Einsatz mehrerer Behörden und Feuerwehren ausgelöst. Auch die Feuerwehr Bottrop unterstützte die Maßnahmen.

Gegen 9.54 Uhr war die Feuerwehr Essen durch einen Passanten auf eine Verunreinigung im Bereich der Prosperstraße in Essen-Dellwig aufmerksam gemacht worden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte großflächige bunte Schlieren auf der Wasseroberfläche fest.

Ölfilm auf rund drei Kilometern

Zur weiteren Erkundung wurde zunächst ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass die Verunreinigung zwischen dem Essener Stadthafen und der Stadtgrenze zu Oberhausen auf einer Strecke von etwa drei Kilometern vorhanden war.

Eine Wasserprobe bestätigte nach Angaben der Feuerwehr den Verdacht, dass es sich um Öl handelte.

Schiffsverkehr zeitweise eingestellt

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, stimmte sich die Feuerwehr Essen mit dem Umweltamt der Stadt ab. Daraufhin wurde der Umweltalarmplan ausgelöst. Der Schiffsverkehr auf dem betroffenen Abschnitt wurde vorübergehend eingestellt, damit sich der Schadstoff nicht weiter verteilt.

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks Essen brachten anschließend mit einem Mehrzweckboot der Feuerwehr sogenannte Ölschlängel auf dem Kanal aus. Auch die Feuerwehr Oberhausen war mit einem Boot im Einsatz und sicherte den Bereich in Richtung Stadtgrenze.

Offenbar Gasöl auf dem Kanal

Der Versuch, den Stoff mit speziellem Ölvlies aufzunehmen, blieb ohne Erfolg. Nach den vorliegenden Erkenntnissen handelte es sich bei der Verunreinigung um Gasöl, das als Kraftstoff in der Schifffahrt eingesetzt wird.

Durch die Sonneneinstrahlung hatte sich ein Teil des Stoffes bereits verflüchtigt. Die verbliebenen Rückstände konnten deshalb mit dem eingesetzten Ölvlies nicht aufgenommen werden.

Feuerwehr Bottrop unterstützt Maßnahmen

Nachdem die erforderlichen Maßnahmen abgeschlossen waren, konnte der Schiffsverkehr am frühen Abend wieder freigegeben werden. Die Feuerwehr Essen war insgesamt rund sieben Stunden im Einsatz.

Unterstützt wurde sie unter anderem durch das Technische Hilfswerk Essen, die Wasserschutzpolizei, das Umweltamt sowie die Feuerwehren aus Oberhausen und Bottrop. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache der Gewässerverunreinigung aufgenommen.

teilweise mithilfe von KI generiert

Weitere Artikel, die dich interessieren könnten

Wir lieben Bottrop - Redaktion

Wir lieben Bottrop - seit mehr als 13 Jahren!

Jetzt suchen