
Foto: Stadtverwaltung Bottrop
Die Bottroper Ärztin Dr. Elisabeth Fessl de Alemany hat ihren 90. Geburtstag gefeiert. Oberbürgermeister Matthias Buschfeld gratulierte der langjährigen Medizinerin, die sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit insbesondere durch ihren humanitären Einsatz für Menschen in Osteuropa einen Namen gemacht hat.
„Die Hilfsbereitschaft und das Leben von Frau Dr. Fessl de Alemany sind beeindruckend“, erklärte Buschfeld anlässlich ihres Geburtstags.
Von Jugoslawien nach Bottrop: Ein Leben als Medizinerin
Elisabeth Fessl de Alemany wurde 1936 im damaligen Jugoslawien geboren. Ihr Vater war Donauschwabe, ihre Mutter Ungarin. Im Jahr 1962 entschied sie sich bewusst für eine berufliche Zukunft im Ruhrgebiet und begann ihre Tätigkeit als Ärztin am Bottroper Knappschaftskrankenhaus.
Dort arbeitete sie viele Jahre als Anästhesistin und lernte auch ihren späteren Ehemann Dr. José Alemany Sanchez de Leon kennen.
Die junge Medizinerin interessierte sich besonders für die Bergleute und ihre Familien, die in den 1960er-Jahren aus unterschiedlichen Ländern ins Ruhrgebiet gekommen waren. Ihre Verbundenheit mit der Stadt ist bis heute geblieben.
„Bottrop ist und bleibt meine Heimat“, sagt die Jubilarin.
Mehr als 3.000 Hilfstransporte nach Osteuropa organisiert
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begann Fessl de Alemany ab 1990, Hilfstransporte in verschiedene osteuropäische Länder zu organisieren. Dazu gehörten unter anderem Ungarn, Polen, die Ukraine, Rumänien, Georgien und die Balkanstaaten.
Im Laufe der Jahre brachte sie gemeinsam mit verschiedenen Hilfsorganisationen mehr als 3.000 Lkw-Ladungen mit Hilfsgütern auf den Weg.
Unterstützt wurde sie dabei unter anderem von der Csilla-von-Boeselager-Stiftung Osteuropa-Hilfe, dem Malteser Hilfsdienst und Hilfstransporte International Kolping Bottrop-Eigen.
„Sie erkennt Potenziale, bringt Menschen zusammen und öffnet Türen. Damit hat sie eine Basis geschaffen, die bis heute Gutes bewirkt“, würdigte Oberbürgermeister Buschfeld ihr Engagement.
Bottroperin erhält zahlreiche internationale Auszeichnungen
Ihr Einsatz beschränkte sich nicht auf die Organisation von Hilfstransporten. Fessl de Alemany war auch maßgeblich am Zustandekommen der Städtepartnerschaft zwischen Bottrop und dem ungarischen Veszprém beteiligt.
Für ihr humanitäres Engagement erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Dazu gehören das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn und der Mérite Européen in Silber.
Zudem wurde sie zur Ehrenbürgerin der ungarischen Städte Veszprém, Isaszeg und Fábiánsebestyén sowie ihres Geburtsortes Nova Crnja ernannt.
Auch in Bottrop wurde ihr Engagement gewürdigt: Sie erhielt die Stadtplakette der Stadt. Im ungarischen Isaszeg trägt außerdem das „Erzsébet-Alemany-Sozialheim“ ihren Namen.
Mit ihrem 90. Geburtstag blickt Elisabeth Fessl de Alemany auf ein Leben zurück, das neben ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit als Ärztin insbesondere durch die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen geprägt ist.
teilweise mithilfe von KI generiert