Katholikenrat lädt zum „9. Barbaramahl Ruhr“ ein

Der Katholikenrat Bottrop empfängt über 180 Gäste am Freitag, dem 30. November, zu einem speziellen Mahl in der „Kulturkirche Heilig Kreuz“. Nach dem Vorbild der Bremer „Schaffermahlzeit“ wird den Gästen ein von einem kulturellen Programm umrahmtes Mahl geboten, für das die Teilnehmer und weitere Sponsoren Spenden für einen caritativen Zweck leisten. Beim „9. Barbaramahl Ruhr“ geht der Reingewinn an die Bottroper Hospizbewegung zur Unterstützung der segensreichen Arbeit.

Begründet wurde das Barbaramahl als Programmpunkt im Kulturhauptstadtjahr 2010 durch die Bochumer Stadtkirche  in Verbindung mit dem zu diesem Zweck geschaffenen Kuratorium. Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens von „Ruhr.2010“ war es den Initiatoren wichtig, das Bewusstsein für die Schutzheilige der Bergleute über das Ende des Bergbaus hinaus durch eine jährliche Ausrichtung des Mahles wach zu halten.

Vor diesem Hintergrund wird das Mahl deshalb nach 2011 zum zweiten Mal in Bottrop abgehalten – in der Stadt, in der am 21. Dezember in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bergwerk Prosper-Haniel als letzte deutsche Zeche schließt.

Oberbürgermeister Bernd Tischler hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung nicht allein deswegen gerne übernommen, „weil es eine ganz spezielle im dicht besetzten diesjährigen Veranstaltungsreigen und zum Abschied vom Bergbau ist“. Das Mahl unterstütze mit den Beiträgen zur Hospizerrichtung in Bottrop ein Ziel, das auch ihm sehr am Herzen liege, erklärt Bernd Tischler. „Außerdem bietet sich vor dem Hintergrund der Heiligen Barbara ein Nachdenken sowohl über die Erneuerung in Kirche als auch Gesellschaft der bisherigen Bergbaustadt, die nun erfolgreich die Modellstadt InnovationCity Ruhr ist, förmlich an“, betont der Oberbürgermeister.

Als Hauptredner konnte der Ministerpräsident des Saarlandes, Tobias Hans, gewonnen werden. Hans ist ein kirchlich engagierter Politiker, der im Jahr 2012 in der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (c t s) – einem großen konfessionellen Träger mit 34 Einrichtungen im Saarland und angrenzenden Regionen, der sich für Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen engagiert – den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen hat. Das Amt bekleidete er bis zur Wahl zum Ministerpräsidenten im März 2018. Als Regierungschef eines Bundeslandes, das auch sehr stark mit dem Bergbau verbunden war und die letzte Zechenschließung dort (2012) schon hinter sich hat, spricht Hans in seiner Festrede über die Verbindung Bergbau und Hl. Barbara, aber auch über Zukunftsperspektiven in Kirche und Gesellschaft im Lichte der Heiligen.

Veranstaltung soll an die Schutzheilige der Bergleute erinnern

Da die Heilige Barbara auch als Fürsprecherin der Sterbenden verehrt wird, erscheint es den Organisatoren als besonders sinnvoll, den Reinerlös aus dem Barbaramahl zur Unterstützung der Arbeit der Bottroper Hospizgruppe bereitzustellen. Diese Zielrichtung führte auch zu finanziellen Beiträgen einiger Sponsoren.

So sind als Gäste zum Mahl ebenso Förderer der Veranstaltung geladen wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Menschen, die sich im abgelaufenen Jahr in Bottrop und darüber hinaus ehrenamtlich in Kirche und Gesellschaft eingesetzt haben. Dazu zählen Repräsentanten aller in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen vertretenen Konfessionen Bottrops.

Nach Mitteilung von Kuratoriumsmitglied Lothar Gräfingholt wird der Staffelstab für das zehnte Barbaramahl im kommenden Jahr an Bochum weitergegeben, wo die Veranstaltung im dortigen Bergbaumuseum stattfinden soll.

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