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Internationaler Tag „Nein gegen Gewalt an Frauen“ – Fahnen gesetzt

Die Stadt Bottrop stellt sich gegen die Gewalt an Frauen. Anlässlich des internationalen Tags „Nein zu Gewalt an Frauen“ wurden  Fahnen vor der Bezirksverwaltungsstelle in  Kirchhellen und vor dem RAG-Gebäude am Gleiwitzer Platz gehisst.

„Eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen überhaupt stellt die Gewalt an Frauen und Mädchen dar“, sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. In unterschiedlichen Gewaltformen büßen sie ihre Freiheit, ihre Selbstbestimmung, aber auch ihre Gesundheit und sogar ihr Leben ein.

Seit 17 Jahren wird Ende November der Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. Deutschlandweit ist in diesem Jahr eine „Mädchenkampagne“ das Schwerpunktthema und richtet den Fokus auf Kindesmissbrauch und Vernachlässigung. „Es sind besonders Mädchen, die von Frühehen, Genitalverstümmelung, Mädchenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsverheiratung und sexualisierter Gewalt betroffen sind“, so Oberbürgermeister Bernd Tischler. Er verweist auf eine Aktion an den Bottroper  Schulen, die sich gegen Sexuelle Gewalt richtet.

Allein in Nordrhein-Westfalen seien 27 Mädchen und Jungen Opfer von Mord und Todschlag geworden. Es habe 2.350 Fälle sexuellen Missbrauchs gegeben. Oberbürgermeister Tischler: „Das sind keine Einzelfälle und davon bleibt auch Bottrop nicht verschont.“ Der städtische Fachbereich Jugend und Schule, sowie zahlreiche Beratungsstellen gewähren Schutz, Beratung und Hilfen.

Tischler erklärte, dass die Gefahr nur selten von Fremden  ausgehe. „Das Risiko, Opfer von Gewalt durch den eigenen Partner in den eigenen vier Wänden zu werden, ist weitaus höher.“ Er appelliert, aufmerksam zu sein und Auffälligkeiten bei Bedarf zu melden.  „Ich möchte, dass dieses Thema tief in unser Bewusstsein rückt.“

Die Bedeutung  des von der Organisation „Terre des Femmes“ initiierten Tags betont auch die Gleichstellungsbeauftragte Heide Noetzel. Im vergangenen Jahr seien 147 Frauen getötet worden; 113.964 seien Opfer von Gewalt geworden. Noetzel: „In rund der Hälfte der Fälle lebten die Opfer mit den Tatverdächtigen in einem gemeinsamen Haushalt. “

Bild und Textquelle: Stadt Bottrop

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