Konfliktlotsen werden vom Schulministerium ausgezeichnet

Das „Wir“ wird im Schulprogramm des Heinrich-Heine-Gymnasiums großgeschrieben. Dabei spielen Achtung, Toleranz und Solidarität eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Konfliktlotsen-Ausbildung wurden heute, 7. Februar, insgesamt 23 Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse mit dem Zertifikat zum bestandenen Programm ausgezeichnet.

Susanne Blasberg-Bense und Martin Oppermann vom Ministerium für Schule und Bildung NRW freuen sich über die Einladung zur Veranstaltung: „Es ist schön zu sehen, dass so viele junge Menschen in Konfliktsituationen helfen wollen und zu ihrem normalen Schulpensum diese Ausbildung absolvieren“, sagt Blasberg-Bense. Die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler werden sich zukünftig neben der Patenschaft der fünften Klassen auch mit den Konflikten der jüngsten Gymnasiasten beschäftigen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Darum sind Konfliktlotsen wichtig

Auf Augenhöhe miteinander zu reden ist vor allem für die jungen Schülerinnen und Schüler ein Türöffner, um Problem offenzulegen. Als Konfliktlotsen können die Mädchen und Jungen dementsprechend für ein entspanntes Schulklima sorgen. „Wenn ihr dafür sorgt, dass Schülerinnen und Schüler lieber zur Schule gehen, wirkt sich das auch auf den Unterricht und die Leistungen aller aus. Ihr habt eine besondere Rolle, ich baue auf euch“, sagt der kommissarische Schulleiter Tobias Mattheis.

Auch Oberbürgermeister Bernd Tischler ist überzeugt von diesem Ausbildungsprogramm: „Ich bin mir sicher, dass ihr alle einen wertvollen Beitrag zur Stärkung eurer Schulgemeinschaft leisten werdet.“

Die Konfliktlotsen-Ausbildung

Seit 2016 wird das Ausbildungsprogramm an dem Gymnasium angeboten. Mit Unterstützung der ARAG lernen die Schülerinnen und Schüler die Rolle des Vermittlers bei Streitgesprächen zu werden. In mehreren Trainingseinheiten werden mit Hilfe von verschiedenen Spielen Bereiche wie die Eigen- und Fremdwahrnehmung genauer betrachtet. „Es ist wichtig das große Ganze zu sehen. Wie bei einem Eisberg sehen die Streitenden oft nur das Oberflächliche des Problems. Dreht man im Gespräch an den richtigen Schrauben, wird schnell der tieferliegende Grund für die Auseinandersetzung klar und man kann dort ansetzen“, erklärt eine Schülerin in der Diskussionsrunde der Veranstaltung.

Damit die Konfliktlotsen genau wissen, wie sie in Streitsituationen richtig agieren, gehören Grundlagen der Kommunikation, Kooperation, Konfliktlösungsstrategien und Gesprächsführung zum Ausbildungsplan. Mit Bestehen der Abschlussprüfung erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat über die erfolgreiche Ausbildung. Mittlerweile hat das Heinrich-Heine-Gymnasium aufgrund der hohen Beteiligung eine Streitschlichter AG gegründet, an der alle ausgebildeten Konfliktlotsen teilnehmen können.

Bild- und Textquelle: Stadt Bottrop

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