Neues „Resilienzförderndes Netzwerk Bottrop“ stärkt Kinder und Jugendliche


hintere Reihe: Rieke Paetsch-Saleh (Lebendige Bibliothek), Markus Reuter (Willy-Brandt-Gesamtschule), Diyar Orak (Willy-Brandt-Gesamtschule) – vordere Reihe: Andrea Schaumlöffel (Referat Migration – Kommunales Integrationszentrum), Jörg Dieckmann (Lebendige Bibliothek)

Ein neues Kooperationsbündnis unter dem Namen „Resilienzförderndes Netzwerk Bottrop“ hat sich gegründet. Beteiligt sind das Referat Migration – Kommunales Integrationszentrum, die Willy-Brandt-Gesamtschule, die Lebendige Bibliothek und das International Rescue Committee (IRC). Letzteres ist eine Hilfsorganisation, die Menschen hilft, die durch Kriege, Konflikte und Naturkatastrophen vertrieben wurden oder in Not geraten sind. Die Partner verfolgen gemeinsam das Ziel, bedürfnisorientierte Begegnungsräume für Kinder und Jugendliche zu schaffen und ihre sozial-emotionale Entwicklung nachhaltig zu stärken.

Im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit steht der Healing-Classrooms-Ansatz des International Rescue Committee. Dieser verfolgt einen ganzheitlichen, inklusiven und stärkenorientierten Ansatz zur Förderung junger Menschen – unabhängig davon, ob sie eine Flucht- oder Migrationsgeschichte haben. Durch die enge Zusammenarbeit schulischer und außerschulischer Akteurinnen und Akteure werden Kinder und Jugendliche sowohl im schulischen als auch im sozialen Umfeld psychosozial begleitet und in ihrer Resilienz gestärkt.

Jede Einrichtung bringt dabei ihre spezifischen Kompetenzen in das Netzwerk ein:

Das Referat Migration – Kommunales Integrationszentrum unterstützt die Willy-Brandt-Gesamtschule durch Workshops für Lehrkräfte sowie das multiprofessionelle Team. Im Fokus steht dabei ein inklusiver Ansatz zur traumasensiblen Unterrichtsgestaltung und zur Schaffung sicherer Lernorte basierend auf sozial-emotionalem Lernen für Kinder und Jugendliche ohne und mit Fluchterfahrung.

Die Willy-Brandt-Gesamtschule plant, das Thema Interkulturalität künftig noch stärker sichtbar zu machen, unter anderem durch Feste und Veranstaltungen für die gesamte Schulgemeinschaft.

Die Lebendige Bibliothek ergänzt das Netzwerk durch Lesungen und Gesprächsrunden für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern zu den Themen Migration und Fluchterfahrungen und fördert damit Perspektivwechsel und den interkulturellen Dialog.

Im laufenden Kalenderjahr sind zudem gemeinschaftliche Veranstaltungen sowie ein intensiver fachlicher Austausch innerhalb des Netzwerks geplant. Das Projekt erstreckt sich zunächst auf die Zeit bis Ende 2026, mit dem Ziel, erfolgreiche Ansätze auch darüber hinaus auf weitere Standorte zu übertragen und sie langfristig in der lokalen Bildungs- und Integrationsarbeit in Bottrop zu verankern.

Finanziell unterstützt wird das neu aufgebaute Netzwerk durch das International Rescue Committee.

(c) Text/Foto: Stadt Bottrop

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