
Foto: Stadt Bottrop
Das Josef-Albers-Museum Quadrat in Bottrop ist vor 50 Jahren eröffnet worden. Zum Start des Jubiläumsprogramms kamen nun zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und dem Umfeld des Museums zusammen.
Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur der Künstler Josef Albers, sondern auch die Geschichte des Museums und die Menschen, die seine Entwicklung geprägt haben. Das Quadrat verbindet bis heute mehrere Bereiche: die Kunst von Josef Albers, die Eiszeitsammlung, das Museum für Ur- und Ortsgeschichte, die Museumsarchitektur und den Skulpturenpark.
Erinnerung an Josef Albers und Arno Heinrich
Oberbürgermeister Matthias Buschfeld erinnerte bei der Eröffnung an Josef Albers und den ersten Museumsleiter Arno Heinrich. Beide hätten auf unterschiedliche Weise die Grundlage für das Museum gelegt.
Auch Andreas Heinrich, Sohn von Arno Heinrich, blickte in einem Festvortrag auf die Geschichte seines Vaters zurück. Arno Heinrich kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Bottrop und arbeitete im Bergbau. Funde unter Tage weckten später sein Interesse an Fossilien und Mineralien. Dieses Interesse wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt für die spätere Sammlung im Museum für Ur- und Ortsgeschichte.
Heinrichs Familie lebte zeitweise im Dachgeschoss der Villa, in der sich heute das Museum für Ur- und Ortsgeschichte befindet. Andreas Heinrich schilderte bei der Veranstaltung auch persönliche Erinnerungen an die besondere Atmosphäre des Museums.
Josef-Albers-Toast zum Jubiläumsauftakt
Eine ungewöhnliche Rolle spielte beim Auftakt auch ein Tonbandmitschnitt von Josef Albers. Darin spricht der Künstler in einem „Tribut to the Toast“ über die besonderen Eigenschaften eines Sandwiches.
Passend dazu wurden den Gästen vor dem Museum Toasts serviert. Der Programmpunkt griff eine eher weniger bekannte, persönliche Seite von Josef Albers auf und setzte einen lockeren Akzent innerhalb der Jubiläumsveranstaltung.
Mehrere Ausstellungen zum 50-jährigen Bestehen
Zum Jubiläum zeigt das Museum mehrere Ausstellungen. In der Modernen Galerie geht es unter dem Titel „50 Jahre Quadrat“ um die Geschichte und Entwicklung des Hauses.
Im Erweiterungsbau sind Werke des Konstruktivisten Richard Paul Lohse zu sehen. Im Museum für Ur- und Ortsgeschichte wird an Arno Heinrich erinnert. Auch der Skulpturenpark bleibt Teil des Jubiläumsprogramms und kann unabhängig von den Ausstellungen besucht werden.
Darüber hinaus sind im Jubiläumsjahr weitere Veranstaltungen geplant.